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Herr
R. ist ein deutscher Durchschnittsbürger mit
einer Durchschnittsfrau, einem Durchschnittskind,
einem gewöhnlichen Haus, gewöhnlichen Nachbarn
und einer x-beliebigen Stellung in einer x-beliebigen
Firma. Nach außen hin ist Herr Raab ein verantwortungsbewusster
Ehemann und Vater, ein solidarischer Kollege und hilfsbereiter
Nachbar. Doch hinter der wohlgeordneten Fassade ist
das Leben von Herrn Raab trostlos.
Die tagaus, tagein erlittenen Demütigungen und
angestauten Aggressionen verwandeln sich in Hassgefühle
und entladen sich eines Tages in einem brutalen Mord
an Frau und Kind sowie der Nachbarin. Am nächsten
Tag begeht Herr Raab in seiner Firma Selbstmord. Niemand
ist in der Lage, seine Motive nachzuvollziehen.

,,Fassbinder
protokolliert schonungslos den banalen Alltag einer
Durchschnittsexistenz und durchleuchtet die fatale
Vorgeschichte einer vermeintlichen Kurzschlusshandlung
- die Fallstudie eines Außenseiters, der an
beängstigend normalen Verhältnissen zugrunde
geht."
(Lexikon
des Internationalen Films)
Die
Dialoge, die Fassbinder seine Schauspieler improvisieren
ließ, fangen in ihrer Inhalts- und Bedeutungslosigkeit
die Leere jener Durchschnittsexistenz ein. Diese Unmittelbarkeit
wird durch die quasi amateurhafte Weise, mit der der
Film gedreht wurde, unterstrichen. WARUM LÄUFT
HERR R. AMOK? ist eine Polemik gegen eine Verdinglichung
des Lebens, dem auch das letzte Quentchen Utopie abhanden
gekommen ist. Der Film wurde 1970 für den Goldenen
Bären nominiert und gewann 1971 das Filmband
in Gold.
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(Bundesrepublik,
1969 - 88 Min)
Buch
und Regie
Rainer Werner Fassbinder
M. Fengler
Kamera
Dietrich Lohmann
Schnitt
Franz Walsch
(= R. W. Fassbinder)
Michael Fengler
Musik
Peer Raben
Lied ,,Geh nicht vorbei" von Christian Anders
Production
Antitheater
Maran Film
ZDF
Kurt
Raab
Herr Raab
Lilith Ungerer
Frau Raab
Amadeus Fengler
ihr Sohn
Franz Maron
Chef
Peter Hamm
Inspektor
Peer Raben
Schulfreund
Harry Baer
Kollege
Hanna Schygulla
Schulfreundin
u.v.a.
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