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Fassbinder
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Mutter Küsters fährt zum Himmel
Montag, 20. November 2000
um 22.30 Uhr

portrait, biographie, filmographie, bibliographie, liens
   

Inhalt
Hermann Küsters, seit zwanzig Jahren Arbeiter in derselben Reifenfabrik in Frankfurt, erschlägt aus Angst vor Massenentlassungen den Personalchef und richtet sich anschließend selbst. Seine Frau steht der Katastrophe zunächst hilflos gegenüber. Angesichts der reißerischen und diffamierenden Darstellungen in der Presse und der Zweifel der eigenen Kinder an der Redlichkeit des Vaters nimmt sie sich vor, ihren Mann zu rehabilitieren. Dabei gerät sie an einen perfiden Sensationsreporter, an ,,wohlmeinende" Genossen von der DKP und einen ,,Anarchisten", die Mutter Küsters schamlos für ihre Zwecke ausnutzen.


Zum Film
,,Ein rigoroses Lehrstück über den Egoismus der Menschen, ihre Unfähigkeit zu solidarischem Handeln und die Verführbarkeit der Arglosen."

(Lexikon des Internationalen Films)

Die Geschichte von MUTTER KÜSTERS' FAHRT ZUM HIMMEL liest sich wie eine Fortsetzung von WARUM LÄUFT HERR R. AMOK?. Der Titel knüpft an Phil Jutzis Arbeiterfilm von 1929 an, MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK. Die Titelheldin ist eine resignierte Arbeiterin, die Selbstmord begeht, aber hinter ihr steht die mächtige Arbeiterbewegung der zwanziger Jahre. Mutter Küsters resigniert nicht, sie gewinnt Einsichten und erweitert ihr Bewusstsein, aber dies ganz individuell, nicht so, wie die Kommunisten es gern hätten.

MUTTER KÜSTERS ist Fassbinders Rundumschlag gegen die Sensationsgeilheit einer faschistoiden Boulevardpresse und gegen eine Linke, die sich die Manipulationsmethoden der Medien zunutze macht.

 


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Technischer Stab

(Bundesrepublik, 1975 - 103 Min)

Buch und Regie
R. W. Fassbinder
unter Mitarbeit von Kurt Raab
Kamera
Michael Ballhaus
Schnitt
Thea Eymesz
Musik
Peer Raben
Produktion
Tango Film/Nummer Siebeneinhalb

Künstlerischer Stab

Brigitte Mira
Emma Küsters
Ingrid Caven
Corinna
Karlheinz Böhm
Tillmann
Margit Carstensen
Frau Tillmann
Irm Hermann
Helene
Gottfried John
Reporter Linke
In weiteren Rollen
Peter Kern
Kurt Raab
Lilo Pempeit
Mathias Fuchs
u.v.a.

 


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