
DER CHINESISCHE BAUERNKALENDER (Nongli)
Die traditionellen chinesischen Feste richten sich nach dem Rhythmus der Landwirtschaft und des alltäglichen Lebens. Das Frühlingsfest („Chinesisches Neujahrsfest“) wird im Winter gefeiert, wenn alle Feldarbeit ruht; mit dem Laternenfest enden die Neujahrsfeierlichkeiten; das Totenfest wird zwischen der Bestellung der Felder im Frühjahr und dem ersten Jäten im Sommer begangen; das Drachenbootfest kennzeichnet das Ende der ersten Erntezeit; das Mondfest feiert man nach der letzten Ernte eines Jahres; und das Doppelneunfest (am 9.9. des chinesischen Mondkalenders) zeigt den Beginn des Winters an.
Das Jahr des Bauernkalenders hat zwölf Monate. Jeder Monat entspricht der Dauer einer siderischen Umlaufperiode des Mondes, also 29 Tagen und drei Stunden. Zur Vereinheitlichung der Zeitrechnung haben einige Monate, die sogenannten „großen Monate“, dreißig Tage, andere, die „kleinen Monate“, nur 29.
Diese zwölf Monate sind wiederum in 24 sogenannte Solartermini (Jié), Jahresperioden zu je zwei Wochen, unterteilt. Vor allem für die Bauern ist dieser Jahreszyklus von besonderer Bedeutung, da nach ihm der richtige Zeitpunkt für die verschiedenen Feldarbeiten ermittelt wird.
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