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Ungewollte Kinderlosigkeit ist für viele Paare eine große Belastung. In Deutschland leiden etwa 15% der Paare unter Fertilitätsstörungen, in Frankreich liegen die Schätzungen bei etwa 15-20%. Mediziner sprechen von Sterilität, wenn es bei einem Paar innerhalb von einem Jahre trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht zur Schwangerschaft kommt. Die Ursache liegt zu je 40% bei der Frau oder beim Mann, in 20% bei beiden. Bei Männern liegt die Ursache für Fertilitätsstörungen meist in der Reduktion der Anzahl oder der Funktionstüchtigkeit der Spermien. Bei Frauen werden meist hormonelle, psychische oder organische Veränderungen diagnostiziert, z.B. Eileiterverschlüsse nach Entzündungen. Als eine der häufigsten physischen Ursachen für weibliche Unfruchtbarkeit gilt die chronische Krankheit Endometriose. Es wird auch davon ausgegangen, dass psychische Faktoren wie z.B. Stress eine große Rolle bei Fruchtbarkeitsstörungen spielen. Auch Umweltgifte haben einen negativen Einfluss auf die Fertilität von Männern und Frauen, ebenso ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen. Mittlerweile gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Ursachen der Unfruchtbarkeit zu ergründen und zu behandeln.

Nach Feststellung der psychischen oder körperlichen Ursache durch einen Fachmediziner sind verschiedene Therapien möglich. Liegen psychische Probleme vor, so können psychologische Beratungen und verschiedene Arten von Therapien, aber auch Selbsthilfegruppen durchaus erfolgreich sein. Bei körperlichen Ursachen werden Hormonbehandlungen, eine chirurgische Beseitigung der Ursache und Methoden der künstlichen Befruchtung angewendet. Die sogenannte Reproduktionsmedizin bietet verschiedene Methoden, um dem betroffenen Paar zu einem Kind zu verhelfen. Die wichtigsten Methoden sind die intrauterine Insemination, die In vitro Fertilisation (IVF) und ICSI (intracytoplamatische Spermieninjektion). IVF wird vor allem bei Eileiterschäden vorgenommen, hat aber auch bei ungeklärter Kinderlosigkeit eine relativ hohe Erfolgsquote. ICSI kommt vor allem bei Paaren zum Einsatz, bei denen eine unzureichende Samendichte oder Samenqualität des Mannes die Ursache für Kinderlosigkeit ist.  
 
Adressen von ausführlichen Websites mit Informationen zur Unfruchtbarkeit, den verschiedenen Methoden der Reproduktionsmedizin, den psychischen Aspekten von Fertilitätsstörungen, den gesetzlichen Grundlagen sowie Adressen von Beratungsstellen und Reproduktionszentren finden Sie in der Rubrik "Links".



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