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Porträt einer Stadt: Peking:
ERSCHEINT DEMNÄCHST (Ende April 2004)
PEKING
Text: Philippe Jonathan
Fotografien: Dominique Delaunay
SAMMLUNG „PORTRAIT DE VILLE"
Herausgeber und Vertrieb: INSTITUT FRANÇAIS D'ARCHITECTURE
Leitung: Gwenaël Querrien

Wir laden Sie dazu ein, sich das Dossier "Bau-Boom in Peking" anzusehen!

„Peking wird um das Jahr 2050 eine Stadt ersten Ranges sein.“
Die Formulierung, die von der Regierung der chinesischen Hauptstadt verwendet wird, findet doppelte Resonanz. Das Ziel, das noch in ziemlich weiter Ferne liegt, könnte für übertriebene Bescheidenheit gehalten werden, sieht man sich den Wirtschaftsaufschwung in der Region Peking an. Dieses Verhalten hat den Vorteil, dass bei Nachbarn, die weniger Glück haben, kein Neid hervorgerufen wird.
Peking betont ohne Getöse, dass es die Hauptstädte des XXI. Jahrhunderts anführen will: eine moderne, internationale, ökologische, soziale und kulturelle Stadt. Das Ziel mag in Anbetracht der Lebensbedingungen der am Stadtrand lebenden Fabrikarbeiter noch weit entfernt erscheinen. Dennoch wird unter dem Vorwand der Ausrichtung der Olympischen Spiele 2008 mit der Umsetzung eines umfassenden Plans zur städtischen Umgestaltung begonnen.
Der Umfang der Maßnahmen ist so wie die chinesische Demografie: unendlich groß. Da die Stadtregierung zugleich für den zentralen Kern und die Region zuständig ist, können strategische Entscheidung leichter getroffen werden.
Peking, das bereits über drei, mehrere Kilometer voneinander entfernte Stadtautobahnen verfügt, möchte drei weitere Autobahnringe bauen, um das gesamte Stadtgebiet (16 800 km2) abzudecken.
Diese konzentrische Struktur erinnert an die Zusammensetzung der zugemauerten Ringmauern der kaiserlichen Stadt, die in der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts verunstaltet wurde.
Die Stadtplaner von Peking wollen weder eine Rückkehr zur traditionellen Bauweise mit quadratischen Höfen noch Wohnviertel nach Art der 80er Jahre. In den noch im Bau befindlichen neuen Vierteln probieren sie verschiedene Figuren für einen Wohnort mit hoher Dichte aus.
Zwischen dem politischen Voluntarismus und dem Immobilienmarkt, der einer Bevölkerung, die süchtig nach allem Westlichen ist, eine Reihe „europäischer“ Stile bietet, zeichnet sich der wirkliche Wunsch von Peking ab: der Bevölkerung unabhängig von der geografischen Lage des Viertels einen angenehmen, modernen und zugänglichen Wohnort nahe der Natur zu bieten. – (Ph. J.)
 
Inhaltsverzeichnis
Leitartikel von Gwenaël Querrien, S. 1
Zu einer Hauptstadt ersten Ranges, S. 3
Geschichte eines Modells der kaiserlichen Hauptstadt, S. 13
Von der kommunistischen Revolution zur Marktwirtschaft, S. 26
Urbane Strategie: eine Hauptstadt für das ganze Land, S. 37
So leben die Menschen, S. 47
Spaziergänge: 200 Orte und architektonische Werke, S. 53-72

Autor:
Philippe Jonathan ist Architekt und ehemaliger Student der Universität Qinghua (Peking).
Er arbeitet in Frankreich und China.

Fotografien:
Dominique Delaunay, Autor, Fotograf und Referent am Institut Français d’Architecture, hat die Fotografien für ungefähr fünfzig Bücher über Städte, Landschaften, Monumente, Architekten, Bildhauer usw. gemacht.

ARCHISCOPIE • Ifa • Palais de la Porte Dorée
293 av. Daumesnil • 75012 Paris
Tel.: 01 58 51 52 91 • Fax: 01 58 51 52 17
www.archi.fr/IFA-CHAILLOT/archiscopie



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