
Bei diesem Brücken ABC geht es nicht nur um reale Brücken und ihre architektonische Konstruktion. Machen Sie mit bei unseren Gedankensprüngen, um die eine oder andere ungewöhnliche Brücke zu schlagen.
Es lohnt sich auch, einen Blick ins französische ABC zu werfen. Zum Teil überqueren die Franzosen die gleichen, zum Teil andere Brücken!
Aqädukt (Pont du Gard)
Meister der Brückenbaukunst waren die Römer: Gewölbte Steinbrücken und monumentale Wasserleitungen waren ihre Spezialität. Aus einer Mischung von Pozzuolanzement und Weißkalk stellten sie als erste Beton her. Mit ihm hinterfüllten sie das Mauerwerk von Brückenpfeilern bzw. Gewölben und bauten so ihre berühmten Aquädukte. Der Pont du Gard bei Nîmes in Südfrankreich, der im ersten Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde, ist der am besten erhaltene römische Aquedukt. Er ist Teil eines ursprünglich 5o km langen Aquädukts, der bei der Quelle des Eures bei Uzès seinen Anfang nahm und das Wasser bis nach Nîmes transportierte.
Amsterdam, Stadt der Brücken
Wegen seiner vielen Grachten und Kanäle verfügt die Stadt, die auch das „Venedig des Nordens“ genannt wird, über ein Vielzahl von Brücken. Gegenwärtig sind es 1 539 Brücken, davon alleine in der Innenstadt 252. Das eigentliche Venedig hingegen verfügt über weniger Brücken als man landläufig denken mag: 410 sind es insgesamt, die Zahl der Privatbrücken schon mit eingerechnet. Diese, im Vergleich zu anderen Städten kleine Zahl lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass die Lagunenstadt sehr klein ist.

Brücken-Ballade:
Ab 1877 spannte sich endlich eine Brücke über den schottischen Firth of Tay und ersetzte den gefährlichen Fährverkehr. Das Gedicht „Die Brück’ am Tay, 1880“ von Theodor Fontane (1819-98) bezieht sich auf die Nacht vom 28. zum 29. Dezember 1879. Damals brach bei heftigem Sturm während einer Zugüberfahrt über die Tay-Bucht die Eisenbahnbrücke zusammen. 200 Menschen ertranken. Wie sich die Technikbegeisterung und Freude über die neue Brücke in Entsetzen und Angst verwandelte, davon erzählt Theodor Fontane in seiner Ballade „Die Brück’ am Tay“. In Anlehnung an Shakespeares Macbeth lässt er die drei Hexen im Refrain eindringlich warnen:
Tand, Tand ist das Gebilde von Menschenhand
......
Und es war der Zug. Am Süderturm Keucht er vorbei jetzt gegen den Sturm, Und Johnie spricht: „Die Brücke noch! Aber was tut es, wir zwingen es doch. Ein fester Kessel, ein doppelter Dampf, die bleiben Sieger in solchem Kampf. Und wie’s auch rast und ringt und rennt, Wir kriegen es unter, das Element.
Und unser Stolz ist unsre Brück’; Ich lache, denk’ ich an früher zurück, An all den Jammer und all die Not Mit dem elend alten Schifferboot; Wie manche liebe Christfestnacht Hab’ ich im Fährhaus zugebracht Und sah unsrer Fenster lichten Schein Und zählte und konnte nicht drüben sein.“
Auf der Nordseite, das Brückenhaus – Alle Fenster sehen nach Süden aus, Und die Brücknersleut’ ohne Rast und Ruh Und in Bangen sehen nach Süden zu; Und wütender wurde der Winde Spiel, Und jetzt, als ob Feuer vom Himmel fiel’, Erglüht es in niederschießender Pracht Überm Wasser unten...Und wieder ist Nacht. ......
B wie Bridge
Ein Spiel, das Bridge heißt, und trotzdem nichts mit Brücken zu tun hat, auch nicht mit den Brücken Englands oder der USA, wo es gegen Ende des 19. Jh. eingeführt wurde. Das Kartenspiel aus dem osmanischen Reich mit dem Namen Khedive (türk. für Vizekönig in Ägypten) kam im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts als „biritch“ (aus eventuell russischer oder türkischer Herkunft) an die französische Riviera. Von dort aus stieß es auf „whist“, das in England das beliebteste Kartenspiel war und „biritch“ ähnelte. Die beiden Spiele vermischten sich, das neue Kartenspiel bekam als Namen die englische Aussprache von „biritch“. Heute stellen Frankreich und die Niederlande die beiden größten europäischen Verbände. Aber auch die skandinavischen Länder und insbesondere Polen haben viele internationale Titel errungen. Selbst in Asien gibt es inzwischen mit Indonesien und China Bridge-Großmächte, die in die Phalanx der Amerikaner und Europäer eindringen konnten. Und wie wird es gespielt? Hierüber informiert die Seite des deutschen Bridge-Verbands

Christo und der verpackte Pont Neuf
Christo und Jeanne-Claude wagen sich seit Jahrzehnten an außergewöhnliche Kunstprojekte. Sie verhüllen Bauwerke, ziehen kilometerlange Bahnen durch flache Landschaften oder spannen meterhohe Planen über Felsen. Im September 1985 verpackten sie in Paris den Pont-Neuf mit 40.876qm champagnerfarbenen Gewebes.
Brücken in der Chemie
Eine Brücke zwischen Physik und Biologie, zwischen unbelebter und belebter Natur, bildet in den Naturwissenschaften die Chemie. „In der organischen Chemie versteht man unter Brücken die aus einem, zwei oder mehr Atomen bzw. Atomgruppierungen bestehenden Glieder, die in cyclischen Verbindungen den Hauptring in Teilringe unterteilen. [...] Andere Formen von chemischen Brücken sind diejenigen in Cyclophanen, in Komplexen sowie die Disulfid-Brücken bei Proteinen und die in Wasserstoff-Brückenbindungen vorliegenden H-Brücken.“ [aus: Römpps „Chemie-Lexikon“, Auflage 1995]
Eselsbrücke
Der Ausdruck aus der Schülersprache stammt ursprünglich von der Vorstellung, Esel würden keine Brücke überqueren, durch die hindurch sie das Wasser sehen könnten. Die vermeintliche Gefahr schreckt also den Esel und so verstand man unter pons asini eine Schwierigkeit nur für den Dummen, nicht für den Einsichtigen. Heute stellt man sich unter einer Eselsbrücke eher das Gegenteil vor, eine Brücke nämlich, die genau für einen Esel gebaut wird. In anderen Worten eine Gedächtnisstütze, oft in der Form eines kleinen Spruchs, mit dem man sich Daten und Fakten besser merken kann. Ein Beispiel dafür: „In die Semmel biss der Kater, einmal, zweimal, dreimal, viermal“ ist ein Merkvers, um sich lateinische Wiederholungszahlen (semel, bis, ter, quater) einzuprägen.

Brückenfilme
Nicht zählen lassen sich die Filme, die an, auf oder in der Nähe von Brücken handeln. In Bernhard Wickys Antikriegsfilm „Die Brücke (1959) verteidigt 1945 eine Schar deutscher Jungen völlig sinnlos eine unwichtige Brücke im Bayerischen Wald vor den anrückenden Amerikanern. Auch in dem Kriegsfilm „Die Brücke von Remagen“ (The Bridge at Remagen, 1968 von John Guillermin) geht es um den Kampf zwischen Deutschen und Amerikanern und um die letzte unzerstörte Rheinbrücke bei Remagen im März 1945. Léos Carax beschreibt in „Die Liebenden von Pont-Neuf“ (Les Amants du Pont-Neuf, 1991) eine Liebe wider alle Umstände zwischen einem jungen Asozialen, der sich unter der Pariser Brücke Pont-Neuf eingerichtet hat, und einer jungen Malerin. In „Die Brücken am Fluß“ („The Bridges Of Madison County“) von 1995 mit Clint Eastwood und Meryl Streep steht die „Roseman Bridge“ im Mittelpunkt der Liebesgeschichte zwischen einem Fotografen und einer Farmerin. Zwei Literaturverfilmungen „Die Brücke am Kwai“ (The Bridge on the river Kwai, 1957, von David Lean) mit Alec Guiness als sturem britischen Berufsoffizier in japanischer Gefangenschaft und „Wem die Stunde schlägt“ (For whom the bell tolls, 1943, von Sam Wood) nach dem Roman von Hemingway haben nicht nur Film- , sondern auch „Brückengeschichte“ gemacht.

Glienicker Brücke: vom Symbol der Trennung zum Symbol der Einheit
Im äußersten Südwesten Berlins gelegen verbindet die Brücke Berlin und Potsdam. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde sie zerstört. Bereits 1949 – bei ihrer Wiedereröffnung - sollte sie den Namen „Brücke der Einheit“ bekommen, doch erst mit der Öffnung der Mauer konnte sie wirklich zur Brücke der Einheit werden. Denn 1952 ließ die sowjetische Besatzungsmacht die Glienicker Brücke für die Öffentlichkeit sperren. Nur für die Alliierten war sie passierbar und wurde zum Standort zahlreicher Austauschaktionen von Agenten und Bürgerrechtlern.

Hospiz: Brücke zwischen Leben und Tod
In England wurde 1967 das erste Hospiz, in dem unheilbar kranke Patienten betreut werden, gegründet. Seitdem verbreitete sich die Hospizbewegung zunächst in England und bald auch in Deutschland, gewann Freunde und gesellschaftliche Unterstützung für die Idee einer menschenwürdigen Sterbebegleitung stärken : Dem todkranken Menschen werden Brücken zu einem würdevollen Tod geschlagen.

Die Künstlerguppe „Brücke“: von einem Ufer zum anderen
1905 gründeten vier Architekturstudenten aus Dresden, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl, die Künstlervereinigung die "Brücke". Sie wollten "alle revolutionären und gärenden Kräfte an sich zu ziehen", wie Schmidt-Rottluff 1906 in einem Brief an Emil Nolde schrieb. Die traditionelle akademische Malerei lehnten sie ab, an ihrer Stelle suchten sie neue Ausdrucksformen. Auf dem Gebiet der Malerei und Grafik waren alle Gründungsmitglieder bis auf Kirchner Autodidakten. Das Versäumte holten sie durch intensives Malen und Zeichnen nach. Sie versuchten auch andere Techniken, z. B. Holzschnitt oder Radierung. Wichtig war dabei die Gemeinsamkeit. Sie ging so weit, dass man in den ersten Jahren die Werke kaum voneinander unterscheiden konnte. 1911 siedelten die Maler nach Berlin um. Die zahlreichen Eindrücke der Großstadt hinterließen ihre Spuren und führten dazu, dass sich die Künstler in unterschiedliche Richtungen entwickelten. Die "Brücke" bildete zusammen mit der Künstlervereinigung "Der Blaue Reiter" den Höhepunkt des deutschen Expressionismus. Der Name der Künstlergemeinschaft, die sich 1913 auflöste, geht auf Karl Schmidt-Rottluff zurück: „Brücke“ sei ein vielschichtiges Wort, das kein Programm beinhalte aber gewissermaßen von einem Ufer zum anderen führe. „Wovon wir wegmussten, war uns klar, wohin wir kommen würden, stand allerdings weniger fest“. (Die Brücke. Meisterwerke aus dem Brücke-Museum Berlin, Hirmerverlag München ISBN 3-7774-8590-X)
Ein“Brücken“-Käse, den man kennen sollte: der Pont–l’Évêque aus der Normandie
Zisterziensermönche des 12. Jahrhunderts erfanden das Rezept des in der Normandie seither beliebten Weichkäses, der seit dem 17. Jahrhundert nach einem der wichtigsten Märkte de Region benannt wurde: Pont-l’Évêque. Doch noch 200 Jahre sollte es dauern, bis er dank des neuen und schnellen Transportmittels Eisenbahn ganz Frankreich eroberte.
Kommandobrücke
Ob im Raumschiff Enterprise oder in „Das Boot“, oft spielt eine Brücke hier die Hauptrolle: Als Brücke bezeichnet man auf einem Schiff den Ort der nautischen Schiffsführung. Das Herzstück der Kommandobrücke bildet das Steuerhaus mit dem Ruder, dem Kompass und den Maschinentelegraphen. Daneben zählen jedoch auch Kartenraum, Funkraum und die Brückennok zur Brücke.

Landungsbrücken
Auch diese Brücken haben etwas mit der Seefahrt zu tun. Nicht jedoch als lästiges Hindernis beim Befahren von Flüssen und Kanälen, sondern vielmehr als Hilfsmittel beim An- und Ablegen an Land. Auf Pfeilern halb im Wasser, halb an Land stehend, garantieren die Landungsbrücken, dass sich auch große Schiffe dem Ufer nähern können, ohne Gefahr zu laufen, auf Grund zu stoßen.
Luftbrücke
Während der Berliner Blockade 1948 flogen die so genannten Rosinenbomber in etwa 20.000 Einsätzen rund 1,5 Mio. Tonnen Versorgungsgüter nach Berlin. Die UdSSR hatte nach Einführung der D-Mark in den westlichen Sektoren Berlins den freien Zugang in die Stadt blockiert und die Westmächte aufgefordert, sich aus Berlin zurückzuziehen. 11 Monate lang sicherte die „Luftbrücke“ das Überleben in der Stadt.
Brückenlieder: Meilensteine der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts
Simon & Garfunkel: "Bridge over troubled water"
When you're weary, feeling small, When tears are in your eyes, I will dry them all; I'm on your side. When times get rough And friends just can't be found, Like a bridge over troubled water I will lay me down. Like a bridge over troubled water I will lay me down.
When you're down and out, When you're on the street, When evening falls so hard I will comfort you. I'll take your part. When darkness comes And pains is all around, Like a bridge over troubled water I will lay me down. Like a bridge over troubled water I will lay me down.
Sail on silvergirl, Sail on by. Your time has come to shine. All your dreams are on their way. See how they shine. If you need a friend I'm sailing right behind. Like a bridge over troubled water I will ease your mind. Like a bridge over troubled water I will ease your mind.
Über sieben Brücken musst du gehen Peter Maffay
Manchmal geh ich meine Straße ohne Blick Manchmal wünsch´ ich mir mein Schaukelpferd zurück Manchmal bin ich ohne Rast und Ruh Manchmal schließ´ ich alle Türne nach mir zu Manchmal ist mir kalt und manchmal heiß Manchmal weiß ich nicht mehr, was ich weiß Manchmal bin ich schon am Morgen müd Und dann such ich Trost in einem Lied Über sieben Brücken mußt du geh´n Sieben dunkle Jahre überstehn Siebenmal wirst du die Asche sein Aber einmal auch der helle Schein Manchmal scheint die Uhr des Lebens stillzustehn Manchmal scheint man immer nur im Kreis zu gehen Manchmal ist man wie von Fernweh krank Manchmal sitzt man still auf einer Bank Manchmal greift man nach der ganzen Welt Manchmal meint man, das der Glücksstern fällt Manchmal nimmt man, wo man lieber gibt Manchmal haßt man das, was man doch liebt Über sieben Brücken mußt du geh´n Sieben dunkle Jahre überstehn Siebenmal wirst du die Asche sein Aber einmal auch der helle Schein Über sieben Brücken mußt du geh´n Sieben dunkle Jahre überstehn Siebenmal wirst du die Asche sein Aber einmal auch der helle Schein Über sieben Brücken mußt du geh´n Sieben dunkle Jahre übersten Siebenmal wirst du die Asche sein Aber einmal auch der helle Schein Der Text ist von Helmut Richter (Karat).

Mostar: Brücken und Krieg
Die Alte Brücke von Mostar, „Stari Most“ (Most = Brücke), 1566 von einem türkischen Baumeister über die Neretva erbaut, bildete über Jahrhunderte die Verbindung zwischen den beiden Ufern der Stadt und gab ihr schließlich auch ihren Namen, Mostar. Auch Stari Most, Weltkulturerbe und historisches Symbol Bosniens und seiner multikulturellen Geschichte, wurde im Jugoslawischen Bürgerkrieg zur Zielscheibe der Auseinandersetzungen und stürzte am 9.11.1993 ein. Nun wird die Brücke mit Hilfe der UNESCO und der Weltbank wieder aufgebaut. Zahlreiche Länder, darunter die Türkei, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Holland und die Vereinigten Staaten, haben das Projekt unterstützt.

Nepomuk und andere Brückenheilige
Der wohl bekannteste Brückenheilige ist der 1729 heiliggesprochene St. Nepomuk , eigentlich „Johannes von Pomuk“ bei Pilsen. Der Generalvikar des Erzbischofs von Prag und Beichtvater der Königin wurde 1393 von König Wenzel aufgefordert, das Beichtgeheimnis zu brechen. Nepomuk wehrte sich, wurde gefoltert und von der Prager Karlsbrücke in die Moldau geworfen, wo er ertrank. Nepomuk ist seitdem der Schutzheilige der Brücken, aller Menschen, die mit dem Wasser zu tun haben und - wegen der Wahrung des Beichtgeheimnisses - Schutzheiliger der Priester (hier im Bild eine Statue des Brückenheiligen von 1726 in Baden-Baden).

Papsttitel Pontifex
Summus Pontifex ("Oberster Brückenbauer") ist einer der zahlreichen Titel des Papstes, den er seit Cölestin I (422-432) für sich, und in jener Zeit aber auch für seine Oberbischöfe verwendete. Der Titel Pontifex geht auf die Anfänge Roms zurück, aber der Tätigkeitsbereich der römischen „Pontifices“ hatte nichts mit Brücken zu tun: sie waren Priester, die überwachten, dass die religiösen Zeremonien richtig vollzogen wurden. Die indoeuropäische Sprachwissenschaft hat nachgewiesen, dass „pons“ über die Brücke hinaus „gefährlicher Weg“, der mitunter über eine Brücke führt, bedeuten kann. Auch im Griechischen gibt es für das „Meer“ die Bezeichnung „póntos“ und meint dabei besonders die Tiefe und Gefährlichkeit des Meeres. Die römischen Pontifices bewältigten somit schwierige Wege dank ihrer religiösen Praktiken.

Redewendungen
Die Brücke hat aufgrund ihres Symbolgehalts auch Einzug in die Sprache gehalten. Man kann die Zeit „überbrücken“ oder eine Kluft zwischen zwei Menschen. In unzähligen Redewendungen taucht dieses Bauwerk auf. An dieser Stelle seien nur einzelne Beispiele und ihre französischen Entsprechungen genannt. Unter der Brücke schlafen - Dormir sous les ponts Eine Brücke schlagen - Couper les ponts

Sport und Brücken:
Sportinitiative Brücken
Sport baut Brücken, die Aktion soll jungen Menschen aus Ost- und Westdeutschland die Chance geben, sich über Sportvereine zu begegnen und besser kennenzulernen: www.sport-baut-bruecken.de
Brückenschlag

Teppichbrücke
Wenn von „klassischen“ Brücken, „Velours“- Brücken oder gar „Läufern“ oder „Berbern“ die Rede ist, dann handelt es sich weder um architektonische Besonderheiten der Brückenbaukunst noch um sportliche Nordafrikaner. Der Fan des Geknüpften oder Gewebten erkennt hier sofort den flauschigen Bodenbelag in Fluren und Wohnzimmern, eine besondere Form des Teppichs.

Überbrückungsgeld
Arbeitslose, die sich selbständig machen wollen, können während der Anlaufphase der Existenzgründung Überbrückungsgeld zur Sicherung des Lebensunterhaltes erhalten. Das Überbrückungsgeld entspricht der Höhe des bisher gezahlten Arbeitslosengeldes oder der Arbeitslosenhilfe und wird für 6 Monate gewährt.

Weisheiten
Brich keine Brücken hinter dir ab. Du wirst überrascht sein, wie oft du denselben Fluss überqueren musst. Ein Vielleicht ist keine Brücke zwischen einem Ja und einem Nein. Es ist der Abgrund dazwischen.

Brückenzoll
Der Brückenzoll war eine von mehreren Mautgebühren, die Reichsherren oder freie Städte erheben konnten. Neben der Marktgebühr, den Flusszöllen und dem Pflasterzoll war der Brückenzoll bis ins 19. Jahrhundert eine lukrative Einnahmequelle von Städten, die an belebten Verkehrsknotenpunkten lagen. Auch heute noch zahlen Autofahrer beim Überqueren vieler großer Brücken eine Gebühr, wie beispielweise vor der Brücke über den großen Belt oder den wichtigen Verbindungen über den Bosporus.
Zahnbrücke

Brücken der Zukunft
Brücken über Flüsse und Schluchten zu ziehen ist längst kein Problem mehr. Jetzt wagen sich Ingenieure an die Überquerung von Meerengen. So tüfteln sie beispielsweise momentan an einer Verbindung über die 14 Kilometer breite Meerenge von Gibraltar. Aufgrund der Länge der geplanten Brücke schwebt den Konstrukteuren eine Hybridkonstruktion aus Hänge- und Schrägseilbrücke vor. Ein ehrgeiziges Projekt ist auch die Brücke von Messina, die seit den 1960er Jahren geplante Verbindung zwischen Sizilien und dem italienischen Festland. Italiens Ministerpräsident Berlusconi treibt nun die Pläne weiter voran, so dass die riesige Hängebrücke bis 2011 fertig werden soll. Mit 3,3 Kilometern Fahrbahn wäre sie dann die längste Brücke der Welt.
Es lohnt sich auch, einen Blick ins französische ABC zu werfen. Zum Teil überqueren die Franzosen die gleichen, zum Teil andere Brücken!
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