
Romy Schneider, Schauspielerin
1938 23. September: Romy Schneider kommt als erstes von zwei Kindern des Schauspielerpaares Magda Schneider und Wolf Albach-Retty unter dem bürgerlichen Namen Rosemarie Magdalena Albach in Wien zur Welt. Im Oktober zieht die Familie nach Berchtesgaden. Dort wächst Romy Schneider unter der Obhut ihrer Großmutter auf.
1940 Geburt des Bruders Wolf-Dietrich
1943 Trennung der Eltern
1944 Einschulung in Berchtesgaden
1945-1953 Besuch des Internats "Goldenstein"; Abschluss: Mittlere Reife
1953 Als 14-Jährige Leinwand-Debüt als Filmtochter von Magda Schneider in dem Film "Wenn der weiße Flieder wieder blüht". Magda Schneider heiratet den Kölner Gastronomen Hans Herbert Blatzheim.
1954 Erste Hauptrolle als Königin Victoria in "Mädchenjahre einer Königin" unter der Regie von Ernst Marischka.
1955 Romy Schneider spielt in den Filmen "Die Deutschmeister" und "Der letzte Mann" (mit Hans Albers).
1955-1957 Romy Schneider wird Darstellerin der österreichischen Kaiserin in den Filmen "Sissi" (1955), "Sissi, die junge Kaiserin" (1956) und "Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin" (1957).
1956-1957 Um dem Klischee der Sissi zu entkommen, spielt Romy Schneider in den Filmen "Robinson soll nicht sterben" und "Monpti" (mit Horst Buchholz).
1958 "Mädchen in Uniform" (mit Lili Palmer); erste Begegnung mit Alain Delon bei den Dreharbeiten zu "Christine"; im Herbst spielt Romy Schneider in dem Film "Die Halbzarte".
1959 Verlobung mit Alain Delon; deutsch-französische Koproduktionen mit Romy Schneider: "Ein Engel auf Erden", "Die schöne Lügnerin"; an der Seite von Curd Jürgens spielt Romy Schneider "Katia – die ungekrönte Kaiserin".
1960 Rückkehr nach Deutschland für den Film "Die Sendung der Lysistrata" unter der Regie von Fritz Kortner; erste Begegnung mit Luchino Visconti.
1961 Theaterpremiere am Théâtre de Paris mit dem Inzest-Drama "Schade, dass sie eine Hure ist" von John Ford, das den Beginn einer neuen Karriere für Romy Schneider einläutet. Unter Lucchino Visconti spielt Romy Schneider in "Boccacio ‘70"; es folgen der Film "Der Kampf auf der Insel" mit Jean-Louis Trintignant und das Theaterstück "Die Möwe" von Anton Tschechow.
1962 Romy Schneider als Leni in der Kafka-Verfilmung "Der Prozess" unter der Regie von Orson Welles
1963 Für den Film "Der Prozess" Preis als "beste ausländische Darstellerin"; Romy Schneider dreht "Der Kardinal" unter der Regie von Otto Preminger: Im Herbst siedelt sie nach Hollywood um und spielt neben Jack Lammon in der Komödie "Leih mir deinen Mann"; Trennung von Alain Delon.
1964 Publikumspreis "La Victoire du Cinéma Français"
1965 Erste Begegnung mit dem deutschen Regisseur und Schauspieler Harry Meyen; im Herbst dreht Romy Schneider "Halb elf in einer Sommernacht" mit Melina Mercouri und Peter Finch unter der Regie von Jules Dassin
1966 Romy Schneider dreht "Schornstein Nr. 4" mit Michel Piccoli, "Spion zwischen zwei Fronten" mit James Bond-Regisseur Terence Young; beim Bayerischen Rundfunk entsteht die Dokumentation "Romy – Porträt eines Gesichts"; Im Juli heiraten Romy Schneider und Harry Meyen auf Saint-Jean Cap Ferrat; das Paar siedelt nach Berlin-Grunewald um; am 3. Dezember kommt ihr Sohn David zur Welt, Romy Schneider zieht sich für eineinhalb Jahre ins Privatleben zurück.
1967 Tod des Vaters Wolf Albach-Retty
1968 Romy Schneider spielt neben Alain Delon in "Der Swimmingpool".
1969 Begegnung mit Claude Sautet; unter seiner Regie dreht sie "Die Dinge des Lebens" mit Michel Piccoli, der in Frankreich ein großer Kinoerfolg wird.
1970 Romy Schneider dreht "Die Geliebte des anderen" mit Maurice Ronet, "Bloomfield" mit Richard Harns als Regisseur und Partner, "La Califfa" mit Ugo Tognazzi, "Das Mädchen und der Kommissar" mit Michel Piccoli und dem Regisseur Claude Sautet und "Das Mädchen und der Mörder – die Ermordung Trotzkis" mit Alain Delon. Im Magazin "Stern" bekennt sie sich gemeinsam mit anderen Frauen zu einer Abtreibung und fordert die Abschaffung des Paragrafen 218.
1972 Zusammen mit Yves Montand und unter der Regie von Claude Sautet spielt sie in "César und Rosalie" und dreht mit Luchino Visconti "Ludwig II.", in dem sie abermals als "Sissi" auftritt; Trennung von Harry Meyen
1973 Romy Schneider dreht die Filme "Le Train – nur ein Hauch von Glück", "Sommerliebelei" (Regie: Jean-Claude Brialy), "Das wilde Schaf" (Regie: Michel Deville) und "Trio Infernal" (Regie: Francis Girod).
1974 Unter der Regie von Andrzej Zulawski spielt Romy Schneider in "Nachtblende"; erste Zusammenarbeit mit Claude Chabrol in dem Film "Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen"
1975 Scheidung von Harry Meyen; Romy Schneider dreht ihren in Frankreich erfolgreichsten Film "Das alte Gewehr – Abschied in der Nacht" mit Philippe Noiret unter der Regie von Robert Enrico. Im Dezember heiratet sie ihren Sekretär Daniel Biasini.
1976 "Grand Prix International" der Zeitschrift Cint-Revue; für die Filme "Nachtblende" und "Das alte Gewähr" wird Romy Schneider in Paris der César verliehen.
1977 Filmband in Gold des Deutschen Filmpreises als beste Darstellerin für die Leni in "Gruppenbild mit Dame". Am 21. Juli kommt Tochter Sarah zur Welt.
1978 Romy Schneider spielt in "Eine einfache Geschichte" unter der Regie von Claude Sautet und in "Blutspur" unter der Regie von Terence Young.
1979 Harry Meyen, Romy Schneiders geschiedener Mann, nimmt sich das Leben; Romy Schneider erhält den zweiten César für "Eine einfache Geschichte"; sie dreht zum ersten Mal unter der Regie von Constantin Costa-Gavras und mit Yves Montand "Die Liebe einer Frau"; unter der Regie von Bertrand Tavernier dreht sie "Der gekaufte Tod".
1980 Romy Schneider spielt "Die Bankiersfrau" unter der Regie von Francis Girod und dreht mit Dino Risi "Die zwei Gesichter einer Frau". Die Leser der französischen Zeitschrift "Paris Match" wählen Romy Schneider und Alain Delon zu den Lieblingsstars des Jahres.
1981 Kleine Rolle in dem Film "Das Verhör" neben Lino Ventura und Michel Serrault (Regie: Claude Millern); Scheidung von Daniel Biasini Dreharbeiten zu "Die Spaziergängerin von Sans-Souci", die wegen eines Beinbruchs und später wegen einer Nierenoperation unterbrochen werden müssen. Am 5. Juli verunglückt ihr Sohn David tödlich im Alter von 14 Jahren.
1982 29. Mai: Romy Schneider stirbt an Herzversagen in Paris. "Die Spaziergängerin" ist Romy Schneiders Abschiedsfilm. Dafür erhält sie posthum den Preis als beste Schauspielerin auf dem Filmfestival in Montréal.
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