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Biografie
 
Peter Zumthor wurde im Jahr 1943 in Basel in der Schweiz geboren.

Nach seiner Schulausbildung begann Peter Zumthor im Jahr 1958 zunächst eine Lehre als Möbelschreiner. Danach besuchte er ab dem Jahr 1963 die Schule für Gestaltung in Basel. Im Jahr 1966 wechselte er nach New York ans Pratt Institute, wo er sein Studium fortsetzte.

Nach seinen Studienabschluss übte er mehrere Lehrtätigkeiten für Architektur aus, so zum Beispiel in Deutschland, in der Schweiz oder in den Vereinigten Staaten. Zeitweise arbeitete er als Denkmalpfleger. Im Jahr 1979 eröffnete er sein eigenes Architektenbüro in Haldenstein im schweizerischen Graubünden, nahe Chur. Peter Zumthor beschäft dort insgesamt 14 Architekten und Möbelschreiner.

Dort hat er zahlreiche Gebäude und Bauten geplant. So entstand im Jahr 1983 die Schulanlage in Churwalden nach seinem Entwurf. Im gleichen Jahr entstand das Doppelwohnhaus Räth in Haldenstein. In Chur konstruierte Zumthor im Jahr 1986 die Schutzbauten über den Funden aus der Römerzeit. Im selben Jahr entwarf er sein Atelier in Haldenstein nach eigenen Plänen.

Es ist als ein Holzquader mit einem versetzten Eingang realisiert. Mit der Kapelle Sogn Benedetg in Sumvitg kam im Jahr 1989 der internationale Durchbruch. Es folgte im Jahr darauf der Planungsauftrag für das Kunstmuseum Chur, zusammen mit P. Calonder und H.J. Rauch. Im Jahr 1993 plante Zumthor das Altenwohnheim in Masans. Im Jahr darauf konstruierte er das Haus Gugalun in Versam.

Im Jahr 1996 gestaltete er das Felsenthermalbad Vals im Kanton Graubünden, das zu einem vielbeachteten Objekt wurde. Nicht nur dort offenbaren sich seine handwerklich hochwertigen Arbeiten. Nach seinen Plänen wurde graugrüner Gneis exakt zugeschnitten und ohne Mörtel geschichtet.

In dem Valser Bad wurden weitere edle Materialien verarbeitet wie zum Beispiel Muranoglas, das von den Türen in Blau schimmert. Zu der Farbenvielvalt passt auch das Holz der Umkleidekabinen, das in Rot gebeizt wurde. Peter Zumthor gilt als Wegbereiter der neuen „alpinen Architektur“.

Neben der Kapelle Sogn Benedetg in dem Dorf Sumvitg und der unterweltartigen Felsentherme im Valsertal in Graubünden begründete noch das Kunsthaus in Bregenz, das im Jahr 1996 fertig gestellt wurde, das weltweite Ansehen des Schweizer Architekten. Im Jahr zuvor entwarf er in Biel-Benken im Baselland die Wohnsiedlung Spittelhof.

Im Jahr 1993 gewann Peter Zumthor den Wettbewerb für den Neubau der Gedenkstätte und des Internationalen Ausstellungs- und Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“ in Berlin, der freigelegte Folterkeller der Gestapo. Doch dann gab es Schwierigkeiten wegen der weiteren Finanzierung. Zumthors Entwurf produzierte imme höhere Kosten – bis ein Baustopp verhängt wurde.

Es drohte sogar das gesamte Projekt zu scheitern. Schließlich kam es im Juni 2001 doch noch zur Einigung zwischem Zumthor und dem Berliner Senatsbauamt. Mit einem kleineren Gesamtbudget von 76 Millionen Mark wurden die Arbeiten an dem vom Fachpublikum hoch gelobten Bauvorhaben weitergeführt.




Im Jahr 1997 ging Peter Zumthobel als Sieger aus dem Wettbewerb um das Erzbischöfliche Diözesanmuseum in Köln hervor. Der Schweizer Architekt ist ein vielfach ausgezeichneter Bauplaner. Und auch in zahlreichen Austellungen wie zum Beispiel in Architekturgalerien, Museen und an internationalen Architekturschulen sowie an der Biennale in Venedig waren seine preisgekrönten Arbeiten zu bewundern.

Zu seinen nationalen und internationalen Auszeichnungen zählen unter anderem die „Auszeichnung guter Bauten im Kanton Graubünden“ (1987 und 1994), die Heinrich-Tessenow-Medaille der Technischen Universität Hannover (1989), der Internationale Architekturpreis für Neues Bauen in den Alpen (1992 und 1995), die Auszeichnung „Bestes Gebäude“ (1993), International Prize for Stone Architecture in Fiera die Verona in Italien (1995) und der Erich-Schelling-Preis für Architektur der Erich-Schelling-Stiftung in Deutschland (1996).  
 
Quelle: Rasscass



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