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Über den Künstler Andy Goldsworthy

Andy Goldsworthy wurde 1956 in Ceshire (England) geboren und verbrachte seine Kindheit in Yorkshire.

Goldsworthy studierte in den 70er Jahren am Bradford College Of Art und am Preston Polytechnic. Bereits während seines Studiums begann er, in der Natur und mit Naturmaterialien zu arbeiten. Seitdem gilt Goldsworthy als herausragender Vertreter der sog. ‚Land Art'.

Neben Projekten in aller Welt, u.a. in den USA, in Frankreich, am Nordpol, in Japan und Australien, ist für ihn vor allem die schottische Gegend um seinen Wohnort Dunfriesshire, wo er seit 1985 mit seiner Familie lebt, Inspirationsquelle und Wirkungsstätte in einem.

Der Künstler hat zumeist keine konkreten Vorstellungen von seinem nächsten Werk. Stattdessen lässt er sich auf seiner Entdeckungs- und Erkundungstour von der Natur den Weg weisen. Goldsworthy arbeitet mit den verschiedensten Materialien, die in der Landschaft zu finden sind, wie Sand, Lehm, Stein, Moos, Farn, Blätter, Holz oder Blüten. Ebenso schlicht und einfach sind die von ihm geschaffenen Formen, die auch häufig natürliche Objekte, wie Bäume oder Felsen miteinbeziehen oder umgeben. 

So entstehen vergängliche Gebilde, die manchmal nur wenige Tage oder gar Stunden überdauern. Goldsworthy will den Gegenstand seiner Arbeit, die Natur, verstehen:

"I want to get under the surface. When I work with a leaf, rock, stick, it is not just that material in itself, it is an opening into the processes of life within and around it. When I leave it, these processes continue."

Da diese Prozesse seine Kunstwerke aber immer wieder zerstören, hat Goldsworthy die Fotografie als ein Mittel entdeckt, seine Arbeit zu dokumentieren. Weniger durch Ausstellungen als durch seine Kunstbücher ist er so zu einem Star der internationalen Kunstszene geworden. In Deutschland sind seine Bücher die erfolgreichsten Kunstbände der letzten Jahre.

Über die Land Art

Die Kunst-Bewegung Land Art entstand in den USA der späten sechziger Jahre.
Allen Künstlern, die diese Richtung vertreten, ist gemeinsam, dass sie Natur nicht nur abbilden, sondern diese selbst als Medium verwenden. So gehört u.a. auch Christo mit seinen bekannten ‚Verhüllungen' (z.B. des Deutschen Reichstags 1995) zu dieser Gruppe.

Weitere wichtige Vertreter der Land Art sind u.a. Dennis Oppenheim mit seinen berühmten Annual Rings im Schnee von 1968, Robert Smithson, der 1970 am Salzsee von Utah die Spiral Jetty, eine spiralförmig in den seichten See hinein aufgeschüttete Steinmole, installierte sowie Michael Heizer, der mit seinem Werk Double Negative von 1969, mit zwei gigantischen Längsschnitten aus dem abgelegenen Virgin River Mesa in Nevada 240.000 Tonnen Sandstein herausschälte.

Angesichts der Vergänglichkeit ihrer Arbeit, die sie zudem außerhalb des traditionellen Ausstellungsbereiches Galerie und Museum realisieren, bedienen sich die Land-Art-Künstler verschiedener Hilfsmittel zur Verbreitung ihrer Kunst. So halten sie ihre Werke insbesondere auf Fotografien und Videofilmen fest.



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