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11. Mai 1999 | |
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Beton Beton, eine Mischung aus
Zement, Sand, Kies und Wasser, zu einem Brei geformt. S. Boivon Ich bereite eine Mischung aus Zement und Wasser vor, an der wir das Abbinden studieren können. Der Zementbrei wird in ein Gerät gestellt, mit dessen Hilfe wir verfolgen können, wie sich seine Konsistenz im Verlauf des Abbindeprozesses entwickelt. Die Werte werden auf einem Bildschirm ausgeschrieben. Die noch flüssige Mischung übt einen schwachen Druck auf die Flügelblätter aus. Das überträgt sich hier als geringe Konsistenz, die sich zunächst wenig entwickelt. Im Lauf der Zeit verstärkt sich der Druck auf die Flügelblätter als Folge der zunehmenden Konsistenz. Ein starker Anstieg der Kurve bedeutet, daß sich die Konsistenz verdickt : Der Abbindeprozeß setzt ein. Nach einigen Stunden ist der Brei an den Flügelblättern erstarrt. Es handelt sich nicht um das Ergebnis eines Trocknungsprozesses, wie man oft glaubt, sondern um die Folge einerchemischen Reaktion. Der Ablauf kan unter dem
Elektronenmikroskop verfolgt werden. Vor dem Abbinden
sind die Zementkörner in ihrem Ausgangszustand. Sie
haben im Brei Kontakt zum Wasser. Das Calciumsilicat
verbindet sich mit dem Wasser zu Calciumsilicathydrat. An
der Oberfläche entwickeln sich Körner in Form von
kleinen Fasern. Die Reaktion geht weiter: Die kleinen
Fasern beginnen sich zu vermischen und verbinden sich
schließlich zu einem kompakten Netz, in dem die Körner
zusammengeschweißt sind. Ein Abbindeprozeß von wenigen Minuten statt von mehreren Stunden - solches Tempo ist gefragt auf den Baustellen! |
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