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25. Mai 1999 | |
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Trockenes
Wasser Wackelpudding ist die neueste Waffe im Kampf gegen die Ausbreitung von Wüsten- und Trockengebieten. Eine amerikanische Firma will mit ihrem Produkt Driwater den ökologischen Kreislauf der Natur wiederherstellen. Keine leichte Aufgabe. Allein Afrika besteht zu 66 Prozent aus Trocken- und Wüstengebieten. Aggressive landwirtschaftliche Bodennutzung und der Raubbau an den natürlichen Ressourcen lassen den Grundwasserspiegel unaufhörlich sinken. So vielfältig wie die ökologischen Probleme, so einfach soll die Lösung dank Driwater sein. Zwei Prozent Cellulose, ein Prozent Aluminiumsulfat und nahezu 98 Prozent Wasser. Das ist Driwater. Das Wasser ist in Aluminiumsulfat gebunden. Das anorganische Salz hält die Wassermoleküle wie in einem Käfig. So erscheint das Gel nach außen trocken, obwohl es nahezu vollständig aus Wasser besteht. Wir wissen zwar, daß Bakterien das Wasser freisetzen, was sich aber genau unter der Erde abspielt, bleibt das Geheimnis der Erfinder. Die Ergebnisse scheinen zu überzeugen. Philippe Michel Das kalifornische Nappa Valley ist ein gutes Testgebiet. Bei acht Monaten Trockenheit, verbrauchen die hiesigen Winzer täglich riesige Wassermengen. Seit 1998 testen mehrere Weinbauern Driwater vor allem bei jungen Reben. Die Pflanzen entwickelten innerhalb weniger Monate kräftige Wurzeln. Zusätzlich bewässern die Winzer nur noch in den ersten Wochen. Doch Wasser ist in den USA sehr billig. Der Einsatz von Driwater hingegen für viele purer Luxus. Jay Corley Auch die amerikanische
Behörde für Ernährung und Landwirtschaft hat bisher
gute Erfahrungen mit dem gelierten Wasser gemacht. 1994
wurde ein Berghang zur Hälfte mit Hilfe von Driwater
bepflanzt. Mit dem Ziel die darunterliegende Straße vor
Steinschlag zu schützen. Auf der rechten Hälfte wurde
Driwater eingesetzt, links nicht. Dan Neff Eine Million junger Bäume werden derzeit am Rande der Sahara in Ägypten mit Driwater versorgt. Der großangelegte Versuch soll auch die letzten Skeptiker überzeugen. Aufgrund der großen Anzahl, wurde das Verfahren vereinfacht. Neben der Pflanze reicht eine Plastikröhre bis zu einem Meter fünfzig unter der Erde an die Wurzeln. Das Gelee muß nur noch aufgeschnitten und eingeschoben werden. Ist der Versuch erfolgreich, dann wollen die Amerikaner in ganz Afrika ihr Produkt verkaufen. Harold Jensen Noch leben weltweit mehr als 850 Millionen Menschen in Wüsten- und Trockengebieten. Und auch das Geleewasser wird kaum die Wüstenausbreitung verhindern können. Das kann nur gelingen, wenn die Menschheit lernt, sinnvoller mit den natürlichen Ressourcen der Erde umzugehen. Dann könnte Driwater eine nützliche Methode zur Bewässerung darstellen. |
| © 1999 ARTE G.E.I.E |