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25. Mai 1999 | |
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Porträt
Roland Hetzer Der Mann ist früh unterwegs. Vor fünf Uhr morgens beginnt der Tag von Roland Hetzer, dem Chef des Deutschen Herzzentrums in Berlin. Prof. Dr. Roland
Hetzer Mit dieser Einstellung hat er sichtbaren Erfolg. Die Klinik, der er seit 1986 vorsteht, trägt seine ganz persönliche Handschrift. Er hat das Deutsche Herzzentrum in Berlin zu einer der weltweit führenden Kliniken der Herz- und Gefäßchirugie gemacht. Prof. Dr. Roland
Hetzer Dazu paßt, daß die Mitarbeiter des Klinikchefs ebenfalls zu den Frühaufstehern gehören. Bei der allmorgendlichen Fallbesprechung steht ihm ein hochmotiviertes Team von jungen Ärzten zur Seite, die wissen, daß sie hier voll gefordert sind mit ihrem Spezialwissen. Davon profitieren nicht zuletzt die Patienten, die ihr Herz in die Hände des Chirurgen geben. Prof. Dr. Roland
Hetzer Operationen am offenen Herzen gehören heute zum medizinischen Standardprogramm des Berliner Herzzentrums. 3500 waren es im vergangenen Jahr. Und jährlich über 100 Verpflanzungen von Herz und Lunge machen das DHZB zur Klinik mit dem weltweit größten Transplantationsprogramm. Da ist Teamwork gefragt der über 1000 Klinikmitarbeiter um Professor Hetzer. Der Chef operiert selbst in vier zentralen Operationssälen - im Rotationsprinzip. Ein Pensum, das in der Tat nur Frühaufsteher bewältigen können. Heute wird eine künstliche Herzklappe implantiert. Ein elektromechanisches Ersatzteil. Es soll über Jahre und Jahrzehnte das menschliche Herz weiterschlagen lassen - doch wird es ein organischer Fremdkörper bleiben. So oft wie möglich wird körpereigenes Gewebe und Muskelsubstanz zur organischen Reparatur verwendet. Doch auch das ist keine dauerhafte Lösung. Einen medizinischen Quantensprung könnte die Genforschung bringen. Prof. Dr. Roland
Hetzer Eine Versuchsreihe mit Nacktmäusen, denen menschliches Gewebe implantiert wurde, hat bereits in klinikeigenen Labors begonnen. An ihnen will man die Züchtung von Gewebezellen für die medizinische Anwendung zu erforschen. Prof. Dr. Roland
Hetzer Bislang müssen sich schwer herzkranke Patienten mit einem sogenannten Kunstherz abfinden, einer außerhalb des Körpers angebrachten Pumpe, mit der sie Tag und Nacht verbunden sind. In der Regel ist dies eine Übergangslösung, bis ein passendes Spenderorgan gefunden ist. Prof. Dr. Roland
Hetzer Das Kunstherz ist oft die letzte Überlebenschance für die Patienten, ein Stück Technik, an das sie sich nur schwer gewöhnen. Prof. Dr. Roland
Hetzer Das Prinzip Hoffnung läßt die Patienten trotz ihres Schicksals weiterleben - und stellt Professor Hetzer und sein Team vor immer neue Herausforderungen. Die Risiken bei operativen Eingriffen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Bei allem medizinischen Fortschritt gilt jedoch: der menschliche Faktor ist entscheidend. Ärztliches Engagement bewegt sich hier auf schmalem Grat zwischen Leben und Tod. Prof. Dr. Roland
Hetzer Zweifellos sind Professor Hetzer und das Deutsche Herzzentrum ein Erfolgsmodell, das längst auch andernorts Schule macht. |
| © 1999 ARTE G.E.I.E |