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Archimède   15. Juni 1999/ 04. Juli 2000
05.gif (15279 octets) Strichkode

Wie aus seinem Name schon hervorgeht, ist der Strichkode ein Code, also ein Kommunikationssystem. Dabei handelt es sich um einen einfachen Aufdruck parallel angeordneter Striche in unterschiedlicher Stärke, unter denen eine Reihe von Zahlen zu lesen ist.

In diesem System ist nichts zufällig. Jeder Aufdruck entspricht einem ganz speziellen Code, der den Artikeltyp, seinen Preis und andere, wie auch immer geartete Informationen enthält, die über diesen Stichcode an ein Datenverarbeitungssystem weitergeleitet werden. Zum Lesen dieses Codes benötigt man einen Decoder. Dazu dient ein Gerät mit einem Laser, der den Code liest und in digitale Daten übersetzt, die an eine Kasse oder ein anderes Datenverarbeitungssystem weitergeleitet werden. Verfolgen wir nun einmal den vom Laser erzeugten Lichtstrahl:

Über einen Spiegel und eine Linse wird er in einen polygonalen Spiegelreflektor geleitet. Dort wird der ursprüngliche Strahl reflektiert, so dass eine Vielzahl von Strahlen entstehen, die eine Art Raster bilden. Die Abtastung des Strichkodes erfolgt nun über dieses Raster. Ein einziger Strahl genügt, um den gesamten Code zu entschlüsseln. So ist es möglich, den Artikel in beliebiger Orientierung am Leser vorbeizuführen. Beim Auftreffen des Strahls wird ein Teil des ausgesendeten Lichts von den schwarzen Streifen des Codes absorbiert.

Das so veränderte Strahlenbündel wird danach zu einem Empfänger geführt. Die schwarzen Streifen entsprechen einem schwachen Lichtimpuls, der zu einer dualen Null wird, die weißen Lücken strahlen intensiver und erscheinen als duale Eins; dies also ist die Aufgabe der Striche und Lücken unterschiedlicher Stärke, aus denen sich der Code zusammensetzt: Sie entsprechen einer Reihe von binären Nullen und Einsen, die nun an den Computer zurückgesendet und von dort wieder auf ihrem ursprünglichen Weg zur optischen Linse geleitet werden. Die Form dieser Linse lenkt den Strahl ab und führt ihn auf einen Photodetektor, der die unterschiedlichen Strahlenstärken in einen Binärcode umwandelt.

Zum Schluss wird die Information dann noch in eine Sprache übersetzt, die wir alle verstehen: den Preis.

  © 1999 ARTE G.E.I.E