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Archimède   29. Juni 1999
04.gif (14192 octets) Namibia


Bakterien beherrschen die Welt. Über tausend Milliarden der winzigen Lebewesen existieren auf der Erde. Das größte Exemplar wurde vor kurzem im Meer entdeckt, vor der Küste Namibias, in hundert Metern Tiefe. Die Forscher tauften es Thiomargarita namibiensis, die Schwefelperle von Namiba, wegen den rotgefärbten Schwefeleinlagerungen.

Es ist kugelförmig und bildet Ketten mit Artgenossen, die mit bloßem Auge sichtbar sind. Bis zu einem dreiviertel Millimeter groß kann es werden, 250mal größer als gewöhnlich. Das Riesenbakterium ist fast so groß wie der Kopf einer Fruchtfliege. Nach bisheriger Lehrmeinung könnte ein so großes Bakterium eigentlich gar nicht existieren. Was die Größe dieses Bakteriums ausmacht ist ein riesiger Hohlkörper, in dem es Nitrate und Schwefel speichert, die es zum Stoffwechsel benötigt. Mit diesem Vorratstank kann es lange Zeit in nährstoffarmer Umgebung existieren.

Kontakt:
Heide Schulz
Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie Bremen
Tel: 0421/20286-646
hschulz@mpi-bremen.de 

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