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13. Juli 1999 | |
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Porträt:
Claude Jaupart Claude
Jaupart Z. B. eine Lavaprobe aus Tansania. Dabei handelt es sich um eine ganz besondere Lavaart. Sie hat Falten, die beim Fließen über die Vulkanabhänge entstanden sind. Diese Lava stammt aus einem Reservoir, wo sie schließlich nach dem Vulkanausbruch eine kristalline Form annimmt. In anderen ehemaligen Vulkanregionen, wo die Vulkane durch Erosion abgetragen wurden, finden sich letztlich nur noch tiefliegende Reservoirs. Kristallines Karbonatit stammt aus Deutschland und unterscheidet sich in seinem Aussehen von der anderen Probe. Wenn also meine Theorien und physikalischen Vorstellungen richtig sind, müßte ich in der Lage sein zu erklären, was in Form von Lava aus dem Vulkan heraustritt und was in Form von kristallinem Gestein in der Tiefe zurückbleibt. Ein Brocken Basaltgestein kommt von der Insel Réunion im Indischen Ozean. Daß es sich um Lava handelt, erkennt man an den unzähligen kleinen Gasblasen. Die Masse muß also an die Oberfläche gelangt sein, wo sie sich ausgedehnt und mit den Gasen vermischt hat. Außerdem finden sich in dieser Gesteinsprobe kleine Felsstückchen. Sie stammen ganz einfach vom Vulkangefüge und dem Sockel und wurden herausgerissen, als sich das Magma gewaltsam seinen Weg über den Vulkanabhang bahnte. Diese Probe ist deshalb so interessant, weil sie einen Beweis dafür liefert, daß das Magma Felsstückchen absprengen und auf seinem Weg Gestein brechen kann, also ein Hinweis darauf, daß die Natur durchaus auf den Mechanismus der hydraulischen Sprengung zurückgreifen kann. Das Magma bahnt sich seinen Weg ganz alleine. Nicht das Gestein bricht, um das Magma abfließen zu lassen, sondern das Magma sprengt den Stein, um sich gewaltsam Bahn zu brechen. Claude Jaupart zeigt eine Probe des Vulkans Kilauea auf Hawaii. Dabei handelt es sich um eine echtes Stückchen Magnetschaum, das zu 98% aus Gasen besteht. Die Magmamasse wird mit 1200 Grad aus dem Vulkan in die Atmosphäre geschleudert, saugt sich dort regelrecht voll und erstarrt während sie sich ausdehnt. Diese Ausdehnung nimmt gewaltige Formen an und ist auch für die explosiven Vulkanausbrüche verantwortlich. Das Magma kommt aus der Tiefe hier gibt es keine Gase - und wird an die Oberfläche katapultiert, wo es sich auf katastrophale Weise ausdehnt. Drei Viertel der
Vulkangebiete sind bewohnt, die Bevölkerung kennt ihren
Vulkan sehr genau, in erster Linie, weil ihre Vorfahren
schon dort angesiedelt waren. Man kann sich also auf
viele Augenzeugenberichte stützen, auf historische
Aufzeichnungen und Chroniken, die zuweilen schon sehr,
sehr alt sind. So kann man beispielsweise auf sehr gute
Chroniken über den Vesuv zurückgreifen. Diese Region
war seit jeher bewohnt, man kennt diesen Vulkan also seit
mehr als 2000 Jahren. Das bedeutet gleichzeitig, daß man dieses wunderbare Tier Vulkan auch ein wenig beherrschen lernt. Eine überaus fesselnde Angelegenheit. |
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