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13. Juli 1999 | |
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Sonnenfinsternis Am 11. August dieses
Jahres, kurz nach 12 Uhr mittags, wird über einen
großen Teil Europas die Nacht hereinbrechen. Es handelt
sich um die letzte Sonnenfinsternis dieses Jahrtausends.
Einige Minuten lang wird dann zu beobachten sein, wie
sich der Mond vor die Sonne schiebt. Professor Archipi hofft,
daß an diesem Tag in Rouen - um zirka 12.20 Uhr
Petrus ein Einsehen hat. Die beiden Umlaufbahnen sind jedoch ein wenig gegeneinander verschoben, um etwa 5°. Daher sehen wir eine Sonnenfinsternis nur dann, wenn der Mond den geraden Schnittpunkt der beiden Umlaufbahnen passiert und die Sonnenstrahlen abschirmt. "Aber wir haben trotzdem Glück", erwidert sein Schüler Epsilon. Zufällig haben der Mond und die Sonne eine ganz außerordentliche Fügung der Natur von der Erde aus betrachtet, nahezu die selbe Größe. Wäre der Mond kleiner, könnten wir nur eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachten und würden niemals in völlige Dunkelheit getaucht. "Wäre er größer, könnte er die Sonne über einen längeren Zeitraum verdecken", bemerkt Archipi. Da indessen die Umlaufbahn des Mondes um die Erde nicht exakt kreisförmig ist, verändert sich die Distanz zwischen Erde und Mond, so daß der Mond uns in unterschiedlicher Größe erscheint. Daher dauert eine Sonnenfinsternis mehr als sieben Minuten, wenn die Entfernung Erde-Mond gering ist, uns der Mond also groß erscheint; hat er sich hingegen weiter von der Erde entfernt, ist er zu klein, um die Sonne vollständig zu verdecken, und es kommt zu einer partiellen Sonnenfinsternis, bei der sich ein strahlender Ring um die Mondscheibe legt. Die totale Sonnenfinsternis vom 11. August dieses Jahres wird länger als zwei Minuten dauern, im Zentrum des Kernschattens. Diese scheinbar variable Größe des Mondes bewirkt, daß eine totale Sonnenfinsternis auf der Erde selten in einem Streifen von mehr als 250 km Breite sichtbar wird. Diese Zone entspricht dem Schatten, den der Mond auf die Erde wirft, und da sich die Erde dreht, wandert dieser Schatten über die Erdoberfläche. Der Weg der totalen Sonnenfinsternis kann bis zu 15.000 km lang werden, bevor die entsprechenden Kreisbewegungen von Mond und Erde diesen Verdeckungseffekt aufheben. An anderen Orten kommt es nur zu einer partiellen Sonnenfinsternis, da der von einem Punkt der Erde aus gezogene Kegel, der den Mond einhüllt, nur einen Teil der Sonne abzudecken vermag. "Welchem Zweck
dient die Beobachtung einer solchen Sonnenfinsternis",
fragte Epsilon. Wegen dieser Verlangsamung, gemessen in bezug auf die Normalzeit, hat man zum Jahreswechsel 1998/99 dem Jahr eine Sekunde anhängen müssen. Ein kleiner Software-Bug. |
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