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Fußballweltmeisterschaft
der Roboter
Stockholm im August. Das schwedische Königreich ist Gastgeber
einer Veranstaltung mit Zukunft.
Fast unbemerkt vom werten Publikum probt in der ehemaligen Allgemeinen
Bildungsanstalt" ein Massensport des 21. Jahrhunderts seinen Auftritt:
Fußballweltmeisterschaft der Roboter.
Halbfinale: Italien gegen den
Titelverteidiger aus Freiburg, der die deutschen Farben vertritt. Kein
Mensch, keine Fernsteuerung greift ein: voll autonom sind die kleinen
Kicker. Nur mit Hilfe ihrer Kameras und ihrer Software treffen sie ihre
Entscheidungen. Und doch ist das ganze nicht nur Spiel, sondern auch ein
bisschen Wissenschaft.
Hiroaki Kitano, Internationales
Robocup Komitee
"Robocup macht Werbung für die Entwicklung von Künstlicher
Intelligenz und die Roboter-Forschung. Dabei benutzen wir das Fußball-Spiel,
weil es von den Robotern eine Wahrnehmung in Echtzeit verlangt. Das ist
wichtig für die Technologien, die wir in Zukunft in der Industrie
haben werden. Es bedeutet einfach: Der Roboter muss eine Situation selbst
verstehen können.
Unser großes Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 einen total autonomen
humanoiden Roboter zu bauen, der in keiner Weise vom Menschen gesteuert
wird. Und der wird die menschlichen Fußballer bei der Weltmeisterschaft
schlagen, nach den offiziellen Regeln der FIFA."
Bislang spielen in der Roboter-Liga
ohne Räder aber die Vierbeiner noch die Hauptrolle:
Die putzigen Hunde auf vier Rädern gabs vor kurzem in Japan
und den USA schon zu kaufen, als Tamagotschi mit Beinen: Preis: 2500 Dollar.
Für den Robocup 99 haben ein paar Unis die kleinen Bestien auf Torinstinkt
umprogrammiert. Überzeugender Weltmeister bei den SONY-Hunden wurde
Frankreich mit 4:1 gegen Australien.
Hans-Dieter Burkhard, Teamchef der Berliner Roboterhunde
"Das wird mal die elektrische Eisenbahn des nächsten Jahrhunderts.
Es wird zum Schluß nicht das Kind mit spielen, sondern der Vater".
Zurück zur Königsklasse der Roboter: Italiens Gegner im Finale
ist das Team der Technischen Universität Teheran. Wieder alle Erwartungen
liegt Italien schon nach wenigen Minuten 0:1 zurück. Kurz darauf
ein Drama am Strafraum der Iraner Uni: Eigentor. Doch im direkten Gegenzug
stellt der iranische Torjäger die Angelegenheit wieder richtig: Noch
kurz vor Ende der ersten Halbzeit folgt das 3:1 für die Teheraner.
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