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23. November 1999 | |
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3-D Karten An der Technischen Universität Dresden wurde die erste dreidimensionale Karte entwickelt, die auch die topografischen Eigenschaften einer Landschaft darstellen kann. Sie hängt - auf eine Glasplatte gebannt - im Treppenhaus der Universität. Die Karte zeigt das Dachsteingebirge in Österreich. Am Fuße des Mittersteins, in circa 1800 Metern Höhe, liegt der Eingang zu einem der größten Höhlensysteme der Alpen - der Dachsteinhöhle. Die Forscher der Uni Dresden um Professor Manfred Buchroithner haben sich zum Ziel gesetzt, sie innerhalb der nächsten Jahre dreidimensional darzustellen - als Karte und Video-Animation. Von ihrem Basislager aus beginnen
die Höhlenforscher und Kartografen zunächst den beschwerlichen
Aufstieg zur Höhle - ein längerer Marsch mit Verpflegung und
Ausrüstung für mehrere Tage, bei
Temperaturen um Null Grad Celsius. Vor
dem Einstieg in die Höhle wird alles ein letztes Mal gründlich
überprüft. Über Hängebrücken, Seile und Leitern
arbeiten sich dann die Höhlenforscher in den Berg vor, kämpfen
sich mühsam zu den Messpunkten vor. An der Technischen Universität
Dresden werden die ermittelten Daten in Computersprache umgeschrieben. Die aus Stützkurven entstandene
Geometrie wird dann mit einem speziellen Verfahren in eine zusätzliche,
dreidimensionale Feingeometrie umgesetzt. Diese Darstellung der Höhle
ist zugleich auch Grundlagenforschung für Wissenschaftler anderer
Disziplinen. Der virtuelle Gang durch die Höhle vermittelt einen
realistischen Eindruck des Höhlensystems und ermöglicht den
ersten virtuellen Fledermausflug durch die Dachsteinhöhle. Professor Manfred Buchroithner: Mit der gleichen Technik,
die die Höhle dreidimensional darstellt, können mit Unterstützung
von Satellitenbildern ganze Gebirgszüge eingescannt werden.
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| © 1999 ARTE G.E.I.E |