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04. Januar 2000 |
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Der Kuss des Elefanten Meine Damen und Herren! In Kürze wird dieser Elefant vor Ihren Augen eine seltene Sinnlichkeit zum Ausdruck bringen. Werden Sie Zeuge, wie er einer Betonwand einen leidenschaftlichen Zungenkuss verpasst! Hat er sich etwa in seine Gefängnismauern verliebt, oder handelt es sich um einen Hospitalismus-Tick, begleitet von einer dramatischen Kullerträne? Weder noch. Unser Freund mit dem langen Rüssel befindet sich gerade in einer "Must"-Phase. Unter "Must" versteht man ein der Hirschbrunft vergleichbares Verhaltensrelikt der Elefanten, das allerdings nichts mit der sexuellen Aktivität zu tun hat. Es äußert sich in einem Energieüberschuss, der auf verschiedene Arten wieder ausgeglichen wird - zum Beispiel durch eine Portion Salpeter, die der Elefant ableckt wie Rinder die für sie ausgelegten Salzblöcke. Und wir dachten schon, er wäre das Opfer einer seltenen Perversion! Dabei nutzt er nur eine unregelmäßige Stelle im Beton, um ordentlich Salpeter aufzulecken. Auch das Tränen des Auges ist ein ganz normaler Vorgang. Elefanten sind doch immer für Überraschungen gut!
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