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08. Februar 2000 |
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Der Schwerpunkt Archipi nimmt den Bus, aber er ist ungehalten: Der Fahrer ist ein Rohling, und die Fahrgäste fallen kreuz und quer gegeneinander ... Warum fällt man eigentlich?
Archipi nimmt sich vor, dazu einige Experimente zu machen. Zuhause angekommen,
nimmt er ein Stück Würfelzucker und stellt es auf den Tisch: Das soll
nun der Fahrgast in einem Bus sein. Wie bringt man das Stück Zucker zum
Umkippen? Er drückt es ein wenig zur Seite und lässt es wieder los. Das
Zuckerstück kehrt in seine ursprüngliche vertikale Position zurück. Aber
zuvor schwankt es ein wenig hin und her, so als gäbe es eine Kraft, von
der es gezogen würde. Archipi drückt den Zuckerwürfel in einen stärkeren
Neigungswinkel. Er fällt um. Diese Mal zog eine Kraft den Zucker nach
unten. Welche Kraft? Die Gravitationskraft natürlich, im Grunde genommen
das Gewicht des Zuckerwürfels, oder ganz einfach gesagt, der Einfluss,
den die Erde auf das Stückchen Zucker ausübt. Und wo wirkt diese Kraft?
An jedem einzelnen Punkt des Zuckerstücks. Alles in allem ist es so, als
wirke sie lediglich auf einen einzigen Punkt, den so genannten Schwerpunkt.
Für das gesamte Zuckerstück ist dies der Mittelpunkt des Quaders. "Was passiert mit dem
Zuckerwürfel", fragt sich Archipi, "wenn ich unmittelbar den
Tisch, auf dem er liegt, zur Seite neige? Aufgrund der Gravitationskräfte
fällt der Zucker um, sobald sein Schwerpunkt außerhalb der Standfläche
- der sogenannten Unterstützungsfläche - liegt. Um seine Überlegungen
zu untermauern, legt er Dominosteine so aufeinander, dass sie über den
Rand des Tisches hinausragen. Zuerst nur einen. Diesen schiebt er ganz
leicht nach vorne... und überprüft seine These, die besagt, dass der Stein
nicht herunterfällt, solange sich sein Schwerpunkt im Bereich der Unterstützungsfläche
befindet. Jetzt legt er einen zweiten Dominostein auf den ersten. Dieser
stellt nun die Standfläche für den zweiten dar. Damit das System stabil
bleibt, darf der Gesamtschwerpunkt beider Steine, der sich in der Mitte
des Abschnitts befindet, in dem die Schwerpunkte jedes einzelnen Steins
zusammenfallen, nicht über den Tischrand hinausragen. Und jetzt noch ein
dritter Stein... perfekt. Archipi gelingt es, die Steine so aufeinander
zu legen, dass der oberste den Rand des Tisches um zwei Längen eines Dominosteins
überragt. |
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