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Links und Adressen zu den Themen der Sendung:
Es kann Kontakt aufgenommen
werden mit den Wissenschaftlern über Michel Mayor, Universität
Genf, Entdecker des ersten Exoplaneten:
http://obswww.unige.ch~
udry/planet/elodie.html
Geoffrey Marcy
http://cannon.sfsu.edu/
~gmarcy/
Paul Butler
http://astron.berkeley.
edu/~paul/
Keck Observatory
http://www2.keck.hawaii.
edu:3636/realpublic/gen_
info/gen_info.html
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Planetenjäger
Lynette Cook, Grafikerin
aus San Francisco, malt nach Angaben eines Wissenschaftlers einen Planeten
aus einem fernen Sonnensystem, viele Lichtjahre von unserem entfernt.
Bis vor kurzem hatten Astronomen
nur vermuten können, ob solche sogenannten Exo-Planeten um weit entfernte
Sterne überhaupt existieren. Erst seit gut 4 Jahren hat man die ersten
Beweise gefunden. Michel
Mayor ist der Entdecker des ersten dieser „Exoplaneten", der den Stern
„51 Pegasus" umkreist:
Michel Mayor
"Es war keineswegs
ein Zufall, dass wir diesen Planeten entdeckt haben: Wir hatten ein besonderes
Instrument gebaut, um große Planeten und Braune Zwerge zu finden. Braune
Zwerge, das sind degenerierte, kleine Sonnen. Speziell dafür hatten wir
dieses Gerät konstruiert. Es war eine Überraschung, als wir dann einen
Stern fanden, dessen Geschwindigkeit variierte, den Stern „51 Pegasus".
Er verändert seine Geschwindigkeit in einer sehr kurzen Periode. Das hatten
wir nicht erwartet."
Heute sind mehr als 20 Planeten
um entfernte Sonnen bekannt. Weitaus die meisten von ihnen wurden in 4300
Metern Höhe auf einem erloschenen Vulkan auf Hawaii entdeckt: dort
steht das leistungsstärkste Teleskop der Erde, das Keck Observatorium
mit seinen zwei 10 Meter großen Riesen-Spiegeln. Hier arbeitet das Team
von Geoffrey Marcy und Paul Butler.
Geoffrey Marcy, Berkeley
University
(vor dem Stern HD 187 123):
"Im Moment können wir nur Planeten entdecken, die so groß sind wie
Jupiter oder Saturn. Dazu beobachten wir einen Stern und schauen, ob dieser
Stern in seinem Lauf zittert. Wenn er zittert, ist das ein Beweis, dass
ein Planet durch seine Schwerkraft an dem Stern „zieht". Dazu benutzen
wir den „Doppler-Effekt". Damit können wir auf Jupiter- oder Saturn-große
Planten schließen, und auch auf etwas kleinere."
Mehr als 1000 „verdächtige"
Sterne sind momentan unter Beobachtung. Jeden zweiten Monat finden die
Astronomen einen neuen Planten. Um den Stern „Y Andromeda" entdeckten
Marcy und Butler bereits ein Sonnensystem mit drei Planeten. Sind wir
damit bereits dem außerirdischen Leben auf der Spur?
Paul Butler
"Diese eigenartigen Planeten sind so groß wie Jupiter und sehr nah
an ihrem Stern. Ein solches Sonnensystem hat keinen Planeten wie die Erde.
Eine Erde würde durch die Anziehungskräfte aus dem System heraus geschleudert.
Wir würden gern die großen Planeten auf außen gelegenen Bahnen finden.
Das würde stabile Bahnen im Inneren des System ergeben, wo Planeten mit
Wasser existieren können und wo sich Leben entwickeln könnte."
Statt durch ein Fernrohr schauen
die Planetenjäger auf Computerbilder. Kleine Punkte bezeichnen die
in einer Langzeitbelichtung eingesammelte Photonen, abgestrahlt von fernen
Sternen. Nur ihre oft winzigen Abweichungen von mathematisch berechneten
Bahnen lassen auf die Exo-Planeten schließen. Heute können selbst die
besten Teleskope der Welt einen Planeten nur indirekt, über den Trick
mit dem „Zittern" ausmachen. Erst wenn man mit zukünftigen Techniken,
wie der Interferometrie, die Planeten sichtbar machen kann, wäre es möglich,
auch dort nach Leben zu suchen:
Paul Butler
"Mit der Interferometrie werden wir die Planeten wirklich sehen können.
Das wird aber kein tolles Bild werden, so wie etwa eine Satellitenaufnahme
von der Erde. In 30 oder 40 Jahren werden wir so einen Planten als einen
winzigen Punkt, ein oder zwei Pixel groß, sehen können. Noch weiter zu
spekulieren hat wenig Sinn. Aber wir werden die Planeten wahrscheinlich
noch zu unseren Lebzeiten sehen können, vielleicht in hohem Alter. Kein
aufregendes Bild, wie gesagt, aber ein Bild, und das ist wichtig: Denn
in dem Bild stecken die Möglichkeiten, das Leben auf dem Planeten zu entdecken.
Mit dem Bild können wir eine Analyse des Spektrums des Planeten machen.
Auf einer Spektralanalyse der Erde kann man jede Menge außergewöhnliche
Dinge entdecken: Zum Beispiel freien Sauerstoff, der sehr stark reagiert
und anzeigt, dass da etwas völlig aus dem chemischen Gleichgewicht ist:
Das sind wir! Denn Leben verursacht freien Sauerstoff. Es gibt noch andere
Zeichen des Lebens, die man aus einer Spektrum gewinnen kann: Man kann
Methan sehen, und auch Wasserstoff hat ein aussagekräftiges Spektrum.
Wenn man nun Sauerstoff, Wasserdampf, Methan und auch Kohlendioxyd sieht,
dann sind das sehr, sehr wichtige Beweise, dass es Leben gibt. Dieses
kleine punktförmige Bild, das wir in 30 oder 40 Jahren sehen können ist
ein ganz wichtiger Schritt, um Leben auf fernen Planeten zu entdecken.
Bis die Grafikerin Lynette
Cook arbeitslos wird, ist es also noch ein wenig hin. Aber ein kleines
bisschen sind wir den Lebensräumen von ET schon auf der Spur.
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