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29. Februar 2000 |
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Endstation für Dopingsünder. Rekorde sind längst nicht mehr nur eine Sache des Trainings. Wettkämpfe werden heute an der Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit ausgetragen. Die gezielte Beeinflussung
körperlicher Vorgänge ist immer wichtiger geworden. Ein zentraler Faktor
ist das Wachstumshormon. Es wird in der Hirnanhangsdrüse im Gehirn gebildet
und ist für den Muskelaufbau verantwortlich. Es ist bekannt, dass durch
zusätzliche Einnahme von künstlichem Wachstumshormon die sportliche Leistungfähigkeit
effektiv gesteigert werden kann. Medizinisch gesehen unterscheiden sich
die Moleküle eines gentechnisch hergestellten Wachstumshormons nicht von
den körpereigenen. Deshalb kann es auch nicht durch eine direkte Messung
nachgewiesen werden, wie es zum Beispiel für den Alkoholspiegel im Blut
möglich ist. Dr. Martin Bidlingmaier,
Universität München: Die Hormonforscher identifizieren die unterschiedlichen Moleküle des Wachstumshormons mithilfe von zwei Antikörperpaaren. Das erste Paar heftet sich ausschließlich an das größte Molekül des Wachstumshormons. Das zweite Antikörperpaar ist weniger wählerisch und geht mit allen Molekülen des Hormons Verbindungen ein, wenn es der Blutprobe zugesetzt wird. Die sogenannten Sandwich- Verbindungen aus Hormonmolekülen und Antikörpern werden mit fluoreszierenden Farbstoffen sichtbar gemacht und können gezählt werden. An vierzig Blutproben konnten die Münchner Hormonforscher das Nachweisverfahren erstmals testen. Dr. Bidlingmaier: Allerdings werden die Doping-Hormone innerhalb von nur zwei Tagen vom Körper vollständig wieder abgebaut. Nach der erfolgreichen Erprobung des Doping-Tests wurde das Verfahren dem Internationalen Olympischen Komitee vorgestellt. Bidlingmaier Seit Februar 1999 ignoriert das Internationale Olympische Komitee den Münchner Doping-Test. Hochleistungssport ist eben ein Geschäft mit eigenen Spielregeln. |
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