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Archimède

14. März 2000



 

Beim Optiker

Diese Standardtafel, bei Augenärzten, Optikern und in Augenklinken seit Jahrzehnten als Grundlage der bekannten Sehtests in Gebrauch, muss immer öfter anderen Vorrichtungen auf elektronischer Basis weichen.
Wieviele Patienten haben dabei - geleitet vom Zeigestock ihres Therapeuten - alle ihre Kräfte mobilisiert und ein Höchstmaß an Konzentration aufgewendet, um selbst die winzigsten Buchstaben auf der Tafel entziffern zu können, ohne zu ahnen, welch rätselhaftes Geheimnis sich dahinter verbirgt. Die Tafeln in Frankreich beinhalten nämlich ein umgekehrtes Akrostichon. Die ersten Buchstaben einer Zeile von unten nach oben gelesen, ergeben das Wort M-O-N-O-Y-E-R-D-M - also Monoyer DM. Und nimmt man nun die letzten Buchstaben jeder Zeile, erhält man den Namen Ferdinand. Monsieur Ferdinand Monoyer, Doktor der Medizin und Erfinder des Sehtests, der seinen Namen und seine verborgene Unterschrift trägt. Man kann also durchaus über einen scharfen Blick verfügen und trotz allem etwas übersehen, wenn man nicht weiß, auf welche Details zu achten ist.

  © 1999 ARTE G.E.I.E