Zurück       Diese Woche      Archiv      Diskussionsforum     
Archimède

26. Juni 2001


Links zu den Themen der Sendung:

Sie wollen wissen, wie das Lasermikroskop (Laser Scanning Cytometer) funktioniert? Dann sind Sie hier genau richtig

Die englischsprachige Website des Herstellers des Laser Scanning Cytometer, CompuCyte

Das Lasermikroskop
Autorin: Sabine Arnold

Das Laser Scanning Cytometer, ein Hochleistungsmikroskop, ist ein neues Analysewerkzeug im Kampf gegen Krebs.

Die verschiedenen Zellbestandteile werden mit unterschiedlichen Substanzen angefärbt. Wird die Zelle mit dem Laser angeregt, antworten die Farbstoffe in verschiedenen Farben. Zu sehen ist also nicht die Zelle selbst, sondern ihr Lichtschein.

Mit Hilfe der Laser Scanning Cytometrie können die Eigenschaften der Zellen innerhalb weniger Minuten bestimmt und ausgezählt werden. Bis zu vier Eigenschaften der Zellen können an nur einer Probe gleichzeitig bestimmt, gezählt und zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Krebszellen und gutartige Geschwulste unterscheiden sich durch den DNS-Gehalt ihrer Zellkerne. Sie sind rot angefärbt. Die äußere blaue Doppellinie braucht das Lasermikroskop als Hilfslinie, um die Zelle aus dem Hintergrund herauszurechnen.

Mit verschiedenen Vergrößerungen können alle besonders auffälligen Stellen beliebig oft angeschaut werden. So ist eine exakte Untersuchung von Zellen und Zellverbänden möglich.
Je nach Fragestellung kann es notwendig sein, innerhalb der Zelle Antikörper ausfindig zu machen oder auch die Organellen - die inneren Organe der Zellen - zu zeigen.

Wichtig sind diese Möglichkeiten in der AIDS-Forschung, aber auch die Untersuchungen von rheumatischen Erkrankungen und von Störungen des Immunsystems profitieren von der neuen Technik.

Ein einziger Tropfen Blut reicht aus, um eine vollständige Untersuchung durchzuführen. Wenn beispielsweise Frühgeborene untersucht werden müssen, die manchmal nicht mehr als 40 ml Blut haben, kann eine so sparsame Untersuchungsmethode Leben retten.

Die Laser Scanning Cytometrie wird vor allem in der Krebsforschung in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

  © 1999 ARTE G.E.I.E