Metropolis vom 26.05.2001 um 21.40 Uhr
Kulturmagazin, SWR
   
  Schauspieler, Maler, Fotograf -
Dennis Hoppers Kunst im Östereichischen Museum für angewandte Kunst

Die schauspielerische Karriere von Dennis Hopper begann 1954 als Nebendarsteller in den James-Dean-Filmen "...denn sie wissen nicht, was sie tun" und "Giganten". International bekannt wurde Hopper 15 Jahre später mit dem Roadmovie "Easy Rider", seiner ersten Regie-Arbeit. Gemeinsam mit Peter Fonda verkörperte er ein Hippie-Rocker-Duo, das auf seinen Harley Davidsons durch die USA reist. Das amerikanische Lebensgefühl der 60er-Jahre schlechthin - ein Kultfilm. Neben seiner Filmarbeit hat sich der 64-jährige Amerikaner auch als Fotograf und Maler einen Namen gemacht. Zur Zeit ist Dennis Hopper mit seiner zweiten Leidenschaft auf Europa-Tournee. Bis 16. April waren im Amsterdamer Stedelijk Museum rund 200 Gemälde, Fotografien, von ihm zu sehen. Und ab 30. Mai zeigt das Wiener Museum für angewandte Kunst unter dem Titel "Dennis Hopper: A System of Moments" einen Querschnitt durch das Lebenswerk des Kultstars.


 
Dennis Hopper


 

Ausstellung
Dennis Hopper -A System of Moments:
ein Querschnitt durch das Lebenswerk des Kultstars
30. Mai - 7. Oktober 2001
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5
A-1010 Wien
Tel: +43-1/711 36-0
Fax: +43-1/ 713 10 26

Informationen zum Ausstellungsort, aber nicht zur Ausstellung selbst unter:

http://www.mak.at

Wer mehr über Hoppers Filme wissen will, wird in dieser Film- und Schauspielerdatenbank bestens bedient:

http://www.imdb.com

 

"Vor der Auslöschung"
Photographien - gefunden in Auschwitz-Birkenau


Bevor die Nazis ihre Opfer in die Konzentrationslager brachten, wurden ihnen alle persönlichen Sachen abgenommen, um sie entweder zu zerstören oder anderweitig zu verwenden. Eine Sensation war nach Kriegsende der Fund von insgesamt 2400 privaten Erinnerungsfotos in einem alten Reisekoffer in Auschwitz-Birkenau. Entstanden waren die Bilder in den 20er und 30er-Jahren in Bedzin-Sosnowiec im Süden Polens. Fast die Hälfte der 50.000 Einwohner waren Juden. Die meisten wurden im August 1943 nach Auschwitz gebracht und ermordet. Es sind Fotos aus dem Alltag, Schnappschüsse, wie man sie in jedem Familienalbum findet, gleichzeitig aber die letzten Dokumente von Menschen, denen ein grausames Schicksal bevorstand. Jetzt sind die aufwendig restaurierten Bilder fester Bestandteil der Ausstellung des Museums in Auschwitz Birkenau.

 

 
 

Buch:
Vor der Auslöschung . . .Fotografien gefunden in Auschwitz
2 Bände: Bildband und Textband
Bildband mit 492 Seiten und ca. 2500 Abbildungen
Textband mit 136 Seiten, Kehayoff-Verlag, München
bis 30.6.2001: Subskriptionspreis DM 198,--, danach: DM 248,--
ISBN: 3-934296-13-0


Ausstellung
Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau
ul. Wiezniów Oswiecimia 20
PL 32603 Oswiecim
Tel. +48/33-843036
Fax: +48/33-8431728

Informative Website des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau (in englischer Sprache)

http://www.auschwitz-muzeum.oswiecim.pl/html/eng/start/index.html

  Christoph Schlingensiefs "Hamlet" -
Rechtsradikales Aussteigerprojekt in Zürich


Der streitbare Film- und Theater-Regisseur Christoph Schlingensief schlägt mal wieder zu. In Zürich ist zur Zeit die neueste Inszenierung des 41-jährigen zu sehen: Shakespeares "Hamlet". Eigentlich nichts besonderes, aber wenn er im Spiel ist , muss da noch was kommen. Denn in den vergangen Jahren hat er die internationale Kulturszene mit seinen Inszenierungen, Performances, Filmen und Ausstellungen irritiert, begeistert und gespalten. In "Hamlet" lässt er ehemalige Neonazis als Statisten mitwirken. Die als "Uraufführung" angekündigte Produktion hatte am 10. Mai im Schauspielhaus Zürich Premiere. Der provokative Künstler kooperiert bei seinem neuesten Projekt mit der Intiative "Naziline.Com", die aussteigewilligen Rechtextremen einen Weg aus der Szene öffnen will. Das Stück war Ende Mai auch auf dem Berliner Theatertreffen zu sehe. Die Verantwortlichen nahmen erstmals in ihrer 38-jährigen Geschichte ein Stück ins Programm, das kein Mitglied des Auswahlgremiums vorher gesehen hatte. Sabine Willkop hat Christoph Schlingensief in Zürich getroffen.


 

 

Hamlet von William Shakespeare
Weitere Aufführungen:
am 29. und 31. Mai, am 6., 11.-15., 17., 18., 20., 22.-24. Juni 2001
Schauspielhaus Zürich
Rämistrasse 34 CH-Zürich

Website des Schauspielhaus Zürich
http://www.schauspielhaus.ch/fs_schauspielhaus.html


Website von Christoph Schlingensief:

http://www.ChristophSchlingensief.de/

Website von Naziline.Com:
http://www.Naziline.Com/

   
 

Buddhas, Götter, Heilige -
Große Tibet-Ausstellung im Museum der Weltkulturen Basel


Trost spendende Buddhas, zornvolle Schutzgötter, entrückte Mystiker, friedvolle Erleuchtungswesen - Die tibetische Kunst kommt nach Basel. Die Sammlung des Hamburger Theologen und Galeristen Gerd-Wolfgang Essen mit über 750 Objekten tibetischer Kunst befindet sich seit 1998 im Besitz des Baseler Museums und wird jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben der Präsentation von Originalen aus dem tibetischen Kulturraum, erläutert die Ausstellung die buddhistischen Glaubensinhalte und dokumentiert die Lebensstationen der berühmtesten Meister. Am 6. Mai wurde im Beisein des Dalai Lamas die neue Ausstellung eröffnet. Metropolis konnte den Dalai Lama für ein Interview gewinnen.

 

 
 

Ausstellung:
Tibet - Buddhas-Götter-Heilige Museum der Kulturen

vom 7. Mai bis 31. Oktober 2001
Augustinergasse2
CH-4051 Basel
Telefon: +41 61 266 55 00
Telefax: +41 61 266 56 05

Website des Museums der Kulturen in Basel, die eine französisch-, deutsch- oder englischsprachige Version der Seite zu Tibet bietet: http://www.mkb.ch/

Jenseits von Tibet
Dokumentarfilm, BRD 2000
Kinostart am 10. Mai 2001

Programmhinweis:
"Jenseits von Tibet", eine ARTE/ZDF Koproduktion, wird auf ARTE am 18. September 2001 zu sehen sein.

Informationen über den Film "Jenseits von Tibet" unter
http://www.salzgeber.de

Kurzbeschreibungen des Dokumentarfilms "Jenseits von Tibet" bei:
http://www.kino.de/default.asp?filme/main.asp?1000847

http://www.kinonews.de/2001_05/filme/05-16f.html

Buchtipp:
Tibet seit 1950

Schweigen, Gefängnis oder Exil
Herausgegeben von Melissa Harris und Sidney Jones
Gebunden, 184 Seiten, 140 Abbildungen, DM 55,--
Verlag Zweitausendeins, Frankfurt, 2000,
ISBN: 3-86150-352-2

 

  War das 20. Jahrhundert cool?

Die Futuristen als Kühlschrank-Utopisten, Kafka und andere Literaten der 20er-Jahre als Vorschein auf das 21.Jahrhundert, Alpinisten als Avantgardisten des Überlebens in einer zukünftigen Gesellschaft - das alles in der Vision einer Zukunft, deren Grundtemperatur die Eiseskälte ist. Das 20.Jahrhundert im Rückblick als Epoche, in der die menschlichen und gesellschaftlichen Beziehungen alle Nähe und Wärme verlieren - und Coolness zum modischen Phänomen wird: die Distanz zu Gefühlen und Menschen als Grundvoraussetzung des Überlebens in postindustriellen Gesellschaften. Dieser These des Techno-Denkers Ulf Poschardt, vorgetragen in seinem neuen Buch "Cool", geht Metropolis nach: Denker wie Slavoj Zizek und Klaus Theweleit, Dichter wie Matthias Politycki und Musiker wie Atomheart oder Westbam hinterfragen die Vorstellung unserer modernen Zivilisation als Kälte-Biotop.

 

Ulf Poschardt: Cool
ca. 420 Seiten
Verlag Pauw & Politycki, Hamburg
ISBN 3-8077-0152-4
DM 33,--

Ulf Poschardt: DJ-Culture
Verlag Pauw & Politycki, Hamburg
ISBN: 3-8077-0334-9
DM 35,--

Ulf Poschardt: Anpassen
Verlag Pauw & Politycki, Hamburg
ISBN: 3-8077-0184-2
DM 33,--

Ausführliche Informationen zu Ulf Poschardt finden Sie bei: http://www.Poschardt.de/

http://www.single-dasein.de/kohorten/ulf_poschardt.htm

Lesen Sie nach, was Ulf Poschardt in der ARTE-Sendung "Tracks" vom 10. November 2000 über Coolness zu erzählen hatte:
http://www.arte-tv.de/tracks/20001110/dtext/cool.htm

 

 

Neo Rauch - Shootingstar der Kunstszene

Die Bilder von Neo Rauch liegen voll im Trend, denn der 40-jährige Leipziger hat einen ganz eigenen Malstil entwickelt, den die Kunstkritiker als "Neo-Surrealismus" bezeichnen. Er malt Bilderrätsel in blassen vergilbten Farben, die an die 40er und 50er-Jahre erinnern, mit Motiven, die aus alten Kinderbüchern, Comics oder betagten Postkarten stammen könnten. Er selbst bezeichnet seine Bilder als "Gegenwelten", und versucht damit, seine Kindheit in der DDR zu verarbeiten. Zur Zeit sind seine Arbeiten europaweit zu sehen: im Haus der Kunst in München, im Deutschen Guggenheim Museum in Berlin und ab Juni auch in der Kunsthalle Zürich. Für Metropolis hat Rudij Bergmann den Shootingstar der Kunstszene getroffen.

 

 

Ausstellung (bis 27. Mai 2001)
Neo Rauch - Randgebiet

In Zusammenarbeit mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
Haus der Kunst in München
Prinzregentenstraße 1
D-80538 München
Öffnungszeiten: täglich, 10-22 Uhr

http://www.hausderkunst.de/deutsch/info/index.html

Ausstellung (vom 21. April bis 17. Juni 2001)
Neo Rauch - Sammlung Deutsche Bank

Deutsches Guggenheim Museum Berlin
Unter den Linden 13-15
10117 Berlin
Tel. +49-30-20209312

Ausstellung vom 9. Juni bis 5. August 2001
Neo Rauch

Kunsthalle Zürich
Limmatstr. 270
CH-8005 Zürich

http://www.kunsthallezurich.ch