| |
|
|
|
| |
Metropolis
vom 10.11.2001 um 21.40 Uhr
Kulturmagazin, WDR
Wiederholung im digitalen ARD/ZDF-Bouquet am 11.11.
|
| |
Städteportrait Bukarest
Bis zum 2. Weltkrieg als mondän-laszives "Paris des Balkan" von der europäischen
Adels- und Kapitalwelt geliebt, zeigt Bukarest heute nur noch verblichenen
Glanz und viel Elend. Die aktuelle politische Weichenstellung wird wohl
wenig daran ändern: Neuer Nationalismus, Hass gegenüber den Minderheiten
(2,5 Millionen Roma vegetieren in dem Land), Korruption auf allen staatlichen
Ebenen. Andererseits: Es gibt exzellente Theater, u.a. das älteste jiddische
Theater Europas, die Regisseure Pucarete und Popescu genießen internationales
Ansehen. Das Bulandra-Ensemble gastiert auf vielen Festivals. Außerdem
gibt es Mircea Dinescu, Nobelpreis-Kandidat seit Jahren; und die Architektin
Anca Petrescu, 49 Jahre alt, die nach sieben Jahren Paris wieder in ihre
Stadt zurückgekehrt ist. Sie hat den Palast des Diktators Ceaucescu entworfen,
das größte Gebäude für repräsentative politische Zwecke in Europa. Eine
Lebensaufgabe. Bukarest: anarchisch, voller brutaler sozialer Gegensätze,
mit abgebröckeltem Charme. Eine Stadt mit Vergangenheit und Zukunft und
ein Ort voller Bilder.
|
|

|
| |
"Balkan-Rundtischgespräche" in Berlin - Künstler und Wissenschaftler
aus Südosteuropa im Gespräch, eine Initiative der Berlin-Brandenburgischen
Akademie der Wissenschaften (vormals Preussische Akademie der Wissenschaften)
Aktuelle Termine unter: http://www.bbaw.de
|
| |
Symbolik des Krieges
Die Symbolik des aktuellen "Krieges" einiger fundamentalistischer Terroristen
gegen Amerika und Amerikas "Gegenschlag" ist sehr bezeichnend: Die einstürzenden
Twin Towers des WTC erinnern an eine archaische Kriegssymbolik, mutet
das Bild doch an wie ein Entmannungsakt. In kürzester Zeit haben die USA
es geschafft, diesen Anschlag verbal in die Verwundung eines nationalen
Kollektivkörpers umzudeuten, so dass sich mittlerweile jeder einzelne
Amerikaner angegriffen fühlt. Eine gute Basis für Bush jun. , weil er
nun bei seinem "Kreuzzug gegen das Böse" das ganze Volk hinter sich weiß.
Die Sprache und die medialen Bilder des Krieges sollen in dem Beitrag
untersucht werden. Denn sie werden von Politikern und Journalisten mehr
oder weniger reflektiert angewendet, um der Welt hochkomplexe Kriegszusammenhänge
vereinfacht darzulegen. Dem liegen natürlich gezielte Propagandamechanismen
zugrunde. Letztendlich basieren die in Kriegen verwendeten Bilder und
Sprachbilder meist auf einer völligen Abspaltung realer Grausamkeiten,
auf einer gezielten Umdeutung dieser in positive und oft aseptische Sachverhalte.
Dies versucht Metropolis anhand der Kriege der letzen Jahrzehnte darzulegen.
|
| |
Interviewpartner
Klaus Theweleit, Kultursoziologe zum Thema: http://www.nettime.org/~rolux/cp/yu/theweleit.html
http://www.ub-fu-berlin/de/~goerdten/thewel.html
Ute Scheub, Journalistin
http://www.womanticker.de
|
| |
Emiliy Pulitzer und ihr "Nicht-Museum"
Ein wenig abweisend, fast wie ein Bunker wirkt es auf nicht Eingeweihte,
das jüngst in St.Louis eröffnete, heftig diskutierte Gebäude der Pulitzer-Foundation
for the Arts. Innen entpuppt es sich überraschend als Lichtoase. Was genau
die 40 Millionen Mark teure Heimstatt der Stiftung sein soll, wird sich
noch zeigen. Klar ist nur, was es nicht sein darf: "Wir sind kein Museum",
stellt Emily Pulitzer klar, die Witwe des berühmten Verlegers Joe Pulitzer.
Sie hat den japanischen Stararchitekten Tadeo Ando gebeten, einen Ort
für ein völlig neues "Viewing experience" zu bauen, für Meditation und
Kontemplation, einen "neuen Zugang zur Kunst", ein Gegenmodell zur um
sich greifenden "McGuggenheimisierung" der zeitgenössischen Massenmuseen.
Emily Pulitzer ist berühmt als Mäzenin, ihre Sammlung moderner Kunst gilt
als eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Welt. Nun sollen manche
ihrer Werke von Monet, Rodin, Picasso, Modigliani, Warhol oder Miró in
den Räumen der Stiftung ein neues Zuhause kriegen. Allerdings nicht für
jedermann jederzeit zugänglich. Nur zweimal in der Woche dürfen einige
wenige die heiligen Hallen besuchen, dann allerdings gratis. Nicht nur
in St.Louis wird das neue "Nicht-Museum" diskutiert, es steht für eine
Streitlinie in der aktuellen amerikanischen Diskussion über die Frage
"Kasse machen oder in sich gehen".
|
|
 |
| |
Pulitzer Foundation for the Arts
3716 Washington Boulevard
St. Louis
Missouri 63108
USA
Geöffnet nach Voranmeldung
e-mail: info@pulitzerarts.org
http://www.pulitzerarts.org
Mehr Informationen zum Museumsbau von Tadao Ando:
http://www.greatbuildings.com/architects/Tadao_Ando.html
http://www.archinform.de
|
| |
Die 35. ART COLOGNE in Köln
Sie gilt als Gradmesser für die Stimmung auf dem internationalen Kunstmarkt:
Die ART COLOGNE. Anfang November wird die Kölner Kunstmesse zum 35. Mal
Treffpunkt für Galeristen, Künstler, Sammler und Kunstinteressierte aus
aller Welt. Fast 300 ausgewählte Galerien präsentieren ihr Programm von
der Klassischen Moderne bis hin zu Exponaten allerjüngsten Datums: Skulptur,
Malerei, Fotografie oder Videos und Computeranimationen. Wir stellen die
Frage: Welche Auswirkungen haben die Attentate in den USA und die Angriffe
auf Afghanistan? Kann man eine Reaktion auf dem internationalen Kunstmarkt
ablesen?
|
|
 |
| |
35. ART COLOGNE vom 31.10.2001 bis zum 04.11.2001
KölnMesse Service GmbH
Messeplatz 1
50679 Köln
Tel.: +49-221-8212370
info@kms.koelnmesse.de
http://www.artcologne.de
|
| |
Mit Bubikopf und PS um die Welt:
Clärenore Stinnes
Als erste Frau umrundet sie 1929 mit dem Auto die Welt und stellt mit diesem
wahnwitzigen Unternehmen alle Rekorde der Automobilgeschichte in den Schatten:
Die Rennfahrerin Clärenore Stinnes, Tochter des Multimillionärs und Industrieboss'
Hugo Stinnes aus Mülheim an der Ruhr. Die zweijährige, lebensgefährliche
Expedition macht die "Frau aus Stahl" weltberühmt. Jetzt hat sich der Journalist
Michael Winter auf Spurensuche begeben: "Pferdestärken" ist der Titel der
jetzt bei Hoffmann und Campe erschienen Biographie über die Pionierin am
Steuer.
|
|
 |
| |
Michael Winter: PferdeStärken. Die Lebensliebe der Clärenore Stinnes
Verlag Hoffmann und Campe 2001.
ISBN-3-455-11300-1 (49,90 DM).
http://www.hoca.de
|
| |
Künstler-Kolonien in Europa
Mitte des 19.Jahrhunderts gründeten Maler, Schriftsteller, Komponisten und
Utopisten überall in Europa Künstlerkolonien. Orte fernab der Großstädte,
die zu Kristallisationspunkten der internationalen Moderne wurden. Berühmte
Künstler und Künstlerinnen wie Marianne von Werefkin, Paula Modersohn-Becker,
Paul Gauguin, Alexej Jawlensky, Max Liebermann und viele andere trafen sich
dort, um zu arbeiten, sich auszutauschen und die Zukunft zu entwerfen. In
Nürnberg präsentiert die Ausstellung Künstler-Kolonien in Europa ab dem
15. November Exponate aus insgesamt 37 Kolonien. Metropolis greift drei
besonders prägnante Beispiele auf: Barbizon als Geburtsstätte der Freilichtmalerei
und allererste Künstlerkolonie überhaupt, Ascona als Form der gesellschaftlichen
Utopie und Experimentierstätte von Freidenkern und Nudisten, und schließlich
Hiddensee als Sommersitz und Inspirationsquelle des Schriftstellers Gerhard
Hauptmann.
|
|
 |
| |
Künstlerkolonien in Europa.
Im Zeichen der Ebene und des Himmels
15.11.2001 - 17.02.2002
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Kartäusergasse 1
D - 90402 Nürnberg
Tel.: +49 - 0911 - 1331- 10
Öffnungszeiten
Di-So 10-17 Uhr
Mi 10-21 Uhr
Mo geschlossen
(Freier Eintritt Mi 18-21 Uhr!)
http://www.gnm.de
|