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Der
typische Mobbing-Verlauf
Die vier
Phasen eines Mobbing- Prozesses
1. Phase
Am Anfang steht meist ein ungelöster oder schlecht bearbeiteter
Konflikt.
2. Phase
An die Stelle des Konfliktes tritt die einzelne Person, die immer
häufiger gekränkt wird. Ihr Selbstwertgefühl nimmt
ab. Die Person gerät in die Rolle des Außenseiters.
3. Phase
Die Entwicklung eskaliert. Durch die ständigen Demütigungen
ist das Opfer so verunsichert, dass darunter die Arbeit leidet.
Der Betroffene gilt als "Problemmitarbeiter", ihm drohen
bereits arbeitsrechtliche Maßnahmen.
4. Phase
MOBBING-Fälle enden meistens mit dem Verlust des Arbeitsplatzes
und oft sogar mit dem Ausschluss aus der Arbeitswelt. Entweder kündigen
die Betroffenen selbst, weil sie es nicht mehr aushalten oder sie
werden gekündigt bzw. willigen in einen Auflösungsvertrag
ein. Teilweise leiden sie unter starken psychosomatischen Krankheiten.
Es folgen lange Krankschreibungen und am Ende steht die Erwerbsunfähigkeitsrente.
MOBBING: Die Protagonisten
Wer
mobbt?
MOBBING findet
am häufigsten zwischen Kollegen untereinander statt, an zweiter
Stelle folgen Vorgesetzte, ebenso kommt es vor, dass Mitarbeiter
ihre Vorgesetzte mobben
Nach Untersuchung von Leymann sind MOBBER:
- zu 44 % Kollegen und Kolleginnen
- zu 37 % Vorgesetzte
- zu 10 % KollegInnen und Vorgesetzte
- zu 9 % Untergebene
Wer
wird gemobbt?
Prinzipiell
kann jeder gemobbt werden. Statistisch läuft jedoch jeder vierte
Arbeitnehmer Gefahr, einmal im Verlauf seines Arbeitslebens gemobbt
zu werden. Mobbingverhalten tritt besonders dann auf,
1. wenn in eine
seit Jahren bestehende Gruppe, jemand neu hinzukommt.
2. wenn sich Hierarchien verändern
3. wenn massiver Arbeitsplatzabbau droht bzw. stattfindet.
Als besonders
gefährdete Personengruppen gelten Menschen, die sich durch
ein oder mehrere Merkmale von der Gruppe unterscheiden, z.B. durch
- eine Behinderung
- die Sprache
- einen anderen Sozialstatus (z.B alleinerziehend)
- äußere Merkmale wie Kleidung, Haare, Verhalten (z.B.
Nichtraucher unter
Rauchern oder umgekehrt)
- weltanschauliche Ansichten
Untersuchungen des Frankfurter Arbeitspsychologen Prof. Dieter Zapf
zeigen, dass in bestimmten Bereichen das Risiko, Mobbingopfer zu
werden, besonders hoch ist
- Gesundheitswesen und Soziales: 7-faches Risiko
- Erziehung und Unterricht: 3,5-faches Risiko
- Öffentliche Verwaltung: 3-faches Risiko
Ursache und Folge des Mobbings
Nährboden
für das Mobbing
- Ellenbogendenken
und ehrgeiziges Karrierestreben
- Fehlender Teamgeist
- Mangelndes Gemeinschaftsdenken
- Schlechte Arbeitsbedingungen
- Ignoranz der Arbeitgeber gegenüber den Bedürfnissen
des Arbeitsnehmers
Die
Folgen des Mobbings
Die großen seelischen Belastungen der GEMOBBTEN führen
häufig zu psychosomatischen Erkrankungen. Schon nach wenigen
Tagen treten erste Beschwerden auf: Magen- und Darmprobleme, Schlaf-
und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen
sind die ersten seelischen und körperlichen Reaktionen auf
MOBBING. Je länger das Opfer dem MOBBING ausgesetzt ist, desto
stärker entwickeln sich chronische Krankheiten wie z.B. des
Herz-/Kreislaufsystems, des Magen- und Darmtraktes, Atemwegs- und
Hauterkrankungen. Nach langen Phasen der sozialen Stigmatisierung
treten schwere Depressionen, Medikamentenabhängigkeit oder
Suchterkrankungen auf, und die Suizidgefährdung steigt beträchtlich.
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