| <ANEKDOTEN> Vier Jahrhunderte Marsanekdoten
1: Die Marsmonde "s.m.a.i.s.m.r.m.i.l.m.e.p.o.e.t.a.l.e.u.m.i.b.u.n.e.n.u.g.t.t.a.u.i.r.a.s." 2: "Mars hat einen dritten Mond!" Diese
spektakuläre Nachricht lasen Tausende von Amerikanern am
30. August 1877 in der New York Times. Die Tageszeitung
teilte mit, zwei Astronomen aus New York und Washington
hätten von dem privaten Observatorium in
Hastings-on-the-Hudson aus den dritten Mond des Mars
entdeckt. Eine Entdeckung, die im übrigen nie bestätigt
wurde. 3: "Marsmenschen sprechen mit den Irdischen" · Die
Marsmenschen schicken Lichtzeichen auf die Erde! Diese
Nachricht beherrschte 1888 die Schlagzeilen. Einziger
Beweis: Der Augenzeugenbericht eines einzigen Astronomen!
Ein anderer Astronom, der ein bißchen zu aufmerksam (um
nicht zu sagen: von Halluzinationen getrübt) den Mars
beobachtete, entzifferte auf ihm hebräische Buchstaben,
die das Wort Shajdai ("der Allmächtige")
bedeuten soll. 4: "Irdische Geister sprechen mit Marsmenschen" Letztlich ist es
einfacher als es scheint, mit dem Mars zu kommunizieren:
Man muß sich nur ein bißchen konzentrieren. Um die
Jahrhundertwende, als sich die Psychoanalyse entwickelte
und parapsychologischen Erscheinungen immer mehr
Aufmerksamkeit geschenkt wurde, gab es zahlreiche
Berichte über telepathische Kommunikation mit
Marsmenschen. 1896 hatte Helen Smith eine Vision von den
Landschaften des Roten Planeten. Mit den Marsmenschen zu
kommunizieren, bereitete ihr überhaupt keine
Schwierigkeiten: plötzlich sprach sie fließend
"mars" (das merkwürdigerweise stark dem
Französischen ähnelte). Drei Jahre später stattet eine
Patientin von Carl Jung, während sie sich in Trance
befindet, dem Mars einen Besuch ab. Noch Merkwürdiger
ist das Erlebnis von Frau Smead, die 1901 mit ihrer toten
Tochter auf dem Mars kommuniziert und dabei die Existenz
der cañonartigen Schluchten bestätigt. 5: Die Hunde mögen Mars nicht 1911,
Nakhla/Ägypten. Ein ganz gewöhnlicher Hund machte
seinen täglichen Spaziergang, aber schon an der
nächsten Ecke schlug seine Schicksalsstunde: Ein vom
Himmel gefallener Stein drückte ihn platt wie einen
Pfannkuchen. Der Meteorit wurde in den 80er Jahren als
einer der 12 vom Mars stammenden Meteoriten
identifiziert. Eine winzige Probe im Vergleich zu den
mehreren Tonnen, die jährlich auf die Erde fallen. Im
Unterschied zum Kosmonautenhund Laika hat die
Geschichtsschreibung nicht den Namen dieses für die
Mars-Saga gefallenen Hundes aufgezeichnet. 6: Das Foto des ersten Marsmenschenfußes Das erste auf Marsboden gemachte Foto... ist das des "Fußes" der ersten Viking-Sonde. Tatsächlich handelte es sich um ein Testbild zur Einstellung des Fotoapparates. 7: "Es
gibt kein Leben auf dem Mars... und auf der Erde auch
nicht!" Die Autoren
dieser amüsanten Entdeckung sind die amerikanischen
Viking-Sonden, die in den späten siebziger Jahren auf
dem Mars aufsetzten. Aus der Untersuchung von Bodenproben
schlossen sie das Fehlen lebender Organismen auf dem
Mars. Tatsächlich aber waren die Untersuchungen nicht so
zuverlässig wie man vermutet hätte. Als diesselben
Untersuchungen an Gesteinsproben von der Antarktis
durchgeführt wurden, ergaben sie: Kein Leben auf der
Erde! Sylvie Rouat |
| © 1997 ARTE G.E.I.E. |